Kurztrip nach Wien

Wer als Familie in den Urlaub will, muss die eine oder andere Hürde meistern. Nicht nur geht es darum, das Ganze zu finanzieren, sondern auch, dass Alle Spaß haben. Gerade mit Kind ist das keine leichte Herausforderung. Mit den hier aufgeführten Tipps wird es dennoch eine unvergessliche Reise in die Hauptstadt unseres Nachbarn aus Österreich.

Kurztrip nach Wien

Egal wer das Thema auf den Tisch bringt, er wird meist mit einem ernsten Blick belegt – Städtereisen. Leider genießen diese bei Familien keinen guten Ruf. Hauptargument ist dabei immer, dass es für Kinder doch absolut „öde“ sei, wenn diese den ganzen Tag durch irgendwelche Gassen und Straßen, langweilige Museen und Bauwerken geschleift werden. Besonders im Sommer ist das ein Unding. Wer dann noch alle möglichen Legitimationen bei der Bank vorweisen muss, um einen Kredit zu beantragen, damit man sich den Familienurlaub überhaupt leisten kann, will schließlich, dass das Alles ein Hit wird. Wer sich jetzt fragt, was Legitimationen überhaupt sind, erfährt dies hier. Denn wer als Beispiel seinen Urlaub über einen Kreditgeber wie die Hausbank finanzieren möchte, muss nachweisen, dass er auch die berechtigte Person ist. Ähnlich der Personenkontrolle durch den Bundesgrenzschutz in Deutschland oder Behörden im Ausland, gilt es die eigene Identität zu belegen. Alleine schon das Geldwäschegesetz verlangt diese Legitimationsprüfung. Somit soll neben der Feststellung der Person, die für die Rückzahlung eines Kredites verantwortlich ist, sichergestellt werden, dass das Konto nicht illegal benutzt wird. Wer nun mit der Familie ins Ausland reist, wie hier nach Wien, muss auch hier mit einer Prüfung der Identität rechnen. Für EU-Bürger gilt dabei, dass Erwachsene und Kinder ein Ausweisdokument mitführen müssen.

Ab von den Problematiken der finanziellen Absicherung des Familienurlaubs, ist das mit den Kindern in der Stadt natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen. Denn bei Hitze ist es der blanke Horror. Und jeder, der mit seinem Nachwuchs schon einmal bei brütender Sommerhitze stundenlang die schönsten Sehenswürdigkeiten abgelaufen hat, weiß, wovon wir reden.

Jedoch muss das nicht sein. Denn im urbanen Raum lassen sich abseits von Museum und Shopping viele tolle Dinge entdecken. Am Beispiel Wien zeigen wir auf, dass das möglich ist.
 

Karlskirche Wien
Belverdegarten Wien

Wien - ein einziger großer Spielplatz

Als Familie in der österreichischen Hauptstadt „Urlaub nach Vorschrift“ zu machen, kann schnell langweilig werden – besonders für die Kleinen. Auch wenn der Stephansdom sicher den einen oder anderen Nachwuchs zum Staunen bringt, so ist das Häppchen Kulturgeschichte doch für diese im Grunde eher uninteressant. Denn spannend ist, was sich spielerisch entdecken lässt. So ist Wien durchaus als großer Abenteuerspielplatz zu verstehen. Als Beispiel soll hier der Campus der Wirtschaftsuniversität genannt werden. Dieser Architekturpark wurde bereits 2013 eröffnet und von internationalen Stararchitekten erdacht. Die einzelnen Gebäude gruppieren sich um die Bibliothek. Zwischen diesen verlaufen allerdings Holzstege, die im Besonderen bei den jüngeren Besuchern für viel Freude sorgen. Denn auf diesen können sie herumrennen und spielen, während sich die Erwachsenen die Bauten ansehen, die unter anderem von Zaha Hadid entworfen wurden.

Praktisch ist zudem, dass es auf dem Campus im Restaurant eine Spielecke für Kinder gibt. So können die Kleinen weiterhin toben, während sich die Eltern hier einen Kaffee gönnen oder vom leckeren Flammkuchen probieren. Anschließend lassen sich auch die Klassiker noch besuchen – etwa der Botanische Garten Schönbrunn oder, wenn die Kinder schon etwas älter sind, das Kinderatelier in der Albertina. Dieses ist Wiens berühmtestes Kunstmuseum, das ebenfalls für den interessierten Nachwuchs eine Menge im Angebot hat.Besonders beliebt ist bei Kindern der Wiener Naschmarkt. 120 Verkaufsstände laden ein, allerlei Schönes zu bewundern und zu kaufen. Zudem gibt es alles, was es für ein ausgiebiges Picknick braucht. Wer Hunger bekommt, probiert einfach einen der legendären Palatschinken mit Marillenmarmelade! Mit den Leckereien im Gepäck könnte der Wien-Besucher mit den Kindern in den Alfred-Grünwald-Park gehen. Hier findet sich nicht nur ein schöner Platz zum Entspannen, sondern ebenso ein breites Angebot für den Nachwuchs richtig herumzutoben. 9.000 Quadratmeter groß ist das Areal. Hier finden sich neben Schaukeln und Seilbahn auch das schrägste Klettergerüst der Stadt.

An besonders heißen Tagen bietet es sich natürlich an, mit Wasser für die Abkühlung zu sorgen. Entweder besucht man das Bundesbad Alte Donau, das heute eine mit Grundwasser gespeiste Art von See ist, oder man lässt die Kinder über die Kunstinstallationen der Wasserwelt am Kardinal-Rauscher-Platz springen. Beides sollte für viel Abkühlung sorgen, wobei es am Bundesbad etwas mehr zu erleben gibt. Neben dem eigentlichen kühlen Nass finden sich am 150 Meter langen Kieselstrand auch Rutschen für Kleinkinder oder eine Arche Noah, die komplett aus Holz gefertigt ist und die zum Spielen einlädt. Ebenfalls lässt sich hier ausreichend Schatten ausmachen, um den Kopf etwas abzukühlen.

Da ein Urlaub naturgemäß die Reisekasse belastet, könne viele Gratisangebote in Wien genutzt werden, die sich speziell an Kinder richten. Eine Liste, auf der die Stadt alle für Familien kostenlosen Angebote aufführt, findet sich an dieser Stelle. Ebenso kann bei einem kleinen Ausflug in das Naherholungsgebiet Lainzer Tiergarten noch ein ursprünglicher Wiener Wald erlebt werden. Zudem gibt es hier neben viel Natur sechs Spielplätze, Bäche, Teiche und Naturlehrpfade. Ebenso eröffnet sich hier die Möglichkeit, Ur-Rinder zu beobachten.Und auch für die Tage, an denen es regnet, findet sich etwas für die Familie. Etwa das Weltmuseum in der Hofburg. Hier kann zwar nicht herumgerannt werden, das Flair jedoch entwickelt eine ganz eigene Dynamik. Besonderes zum Staunen gibt es im Schlosspark Schönbrunn. Hier liegt der Nacktmulltunnel. Dieser befindet sich im Wüstenhaus. Doch der gesamte Schlosspark Schönbrunn bietet ebenso an regnerischen Tagen viel. Denn neben den beeindruckenden Brunnen und Denkmälern liegt hier ebenfalls der Tiergarten, der immer einen Besuch wert ist.
 

An- und Abreise

An dieser Stelle soll noch kurz auf einen erheblichen Stressfaktor eingegangen werden. Die Anreise sowie nach einem schönen Urlaub, die Abreise. Beides sind Faktoren, die bei vielen Familien schnell im Stress ausarten. Somit ist es selbst bei einem Kurztrip wichtig, gleich zu planen, wie es vom Flughafen oder Bahnhof aus weiter geht. Dank mobiler Angebote lassen sich die in Wien nötige Tickets schon vorab buchen und digital bereitstellen. Das spart viel Zeit und hilft vor Ort an Sicherheit zu gewinnen. Gleiches gilt für die Abreise. Wer pünktlich am Bahnsteig stehen oder einen Flug erreichen muss, tut gut daran, den Weg mit ausreichend Zeit einzuplanen und alle nötigen Vorkehrungen zu treffen. In diesem Kontext bieten sich natürlich ebenfalls Taxifahrten an. Besonders praktisch ist in Wien zudem, dass alle U-Bahn-Stationen als Beispiel barrierefrei sind. So bekommen Besucher selbst mit dem Kinderwagen keine Probleme.

Schloss Belverde Wien