Naturwunder in Deutschland

Naturwunder in Deutschland

Hintersee, Bayern

Einen der schönsten und auch romantischsten Bergseen findet Ihr bei Ramsau im Berchtesgadener Land: den Hintersee. Nicht nur das glasklare und saubere Wasser überzeugt, mit dem Blick auf steile Gipfel und in mitten einer verwunschenen Waldlandschaft begeistert der See auch vor allem Fotografen. Wem das Wasser hier nicht zu kalt ist, kann es gerne wagen ins kühle Nass einzutauchen. Mit dem Boot könnt Ihr den See aber auch trockenen Fußes entdecken. Perfekt ist die Gegend rund um den Hintersee für kleine Spaziergänge, aber auch größere Wanderungen und Bergtouren starten hier. Entdeckt unbedingt das Klausbachtal, eines der drei Täler des Nationalparks Bergrechtsgaden. Die zahlreichen Almen könnt Ihr übrigens auch mit dem Almerlebnisbus erreichen. 

Hintersee, Bayern
Königsstuhl & Kreideküste auf Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

Königsstuhl & Kreideküste auf Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

Die weiße Kreideküste Rügens mit ihrem Königsstuhl ist wohl eines der bekanntesten Naturwunder Deutschlands, eingerahmt von dichten grünen Wäldern und türkis-schimmerndem Wasser. Durch Erosionen verändert sich das Aussehen der Küste ständig, am besten genießen könnt Ihr das Panorama des UNESCO Weltnaturerbes von einer Bootstour aus. Aber auch einer der schönsten Wanderwege Deutschlands führt entlang der Küste, wenn Ihr die Felsen aus der Nähe betrachten wollt. Der 117 m hohe Königsfelsen gilt als Touristenmagnet schlechthin, von der Aussichtsplattform könnt Ihr ihn und die Umgebung noch genauer unter die Lupe nehmen. Doch auch die Stubbenkammer, eine Bucht ganz in der Nähe des Königsstuhls, lohnt sich zu besichtigen. Sie gilt als eine der schönsten Küstenabschnitte Europas. 

Zwillbrocker Venn, Nordrhein-Westfalen

Im Münsterland, direkt an der Grenze zu den Niederlanden, findet Ihr tatsächlich wilde Flamingos. Unklar ist bis heute, was die subtropischen Vögel im deutschen Sumpf machen, aber es scheint ihnen wohl zu gefallen. Somit ist diese Flamingo-Kolonie, die nördlichste wildlebende weltweit, die Ihr zwischen Frühling und Herbst antreffen könnt. Übrigens könnt Ihr hier auch die größte binnenländische Lachmöwenkolonie beobachten. Geprägt ist das Zwillbrocker Venn von Feuchtwiesen, Moor- und Heidelandschaften sowie flachen Seen. Das heutige Vogelschutzgebiet entstand durch früheres Torfstechen, wodurch sich die Mulde später mit Wasser füllte und heute europaweit eine besondere Bedeutung hat. Bei einem Rundgang um den See werden Euch an verschiedenen Stellen das Tier- und Pflanzenreich erklärt.  

Zwillbrocker Venn, Nordrhein-Westfalen
Sächsische Schweiz, Sachsen

Sächsische Schweiz, Sachsen

Die Landschaft südöstlich von Dresden wird durch einzigartige Felsformationen des Elbsandsteingebirges geprägt. Vor allem für leidenschaftliche Wanderer bietet sich ein Besuch hier an. Auf insgesamt 1100 Kilometern führt Euch ein ausgeschildertes Wegenetz über Stock und Stein. Das Elbsandsteingebirge ist übrigens eines der spektakulärsten Wandergebiete Europas, denn hier seht Ihr Felsen, Tafelberge, Täler, Ebenen und Schluchten. Auch Tiere- und Pflanzenliebhaber können hier Besonderheiten bestaunen. Ihr wollt der Geschichte der sächsischen Schweiz noch näherkommen? Dann entdeckt das Schloss Kuckuckstein, den Barockgarten Großsedlitz oder das Schloss Sonnenstein.

Wattenmeer, Schleswig-Holstein

Die 9000 Quadratkilometer Wattenmeer sind zwar kein Geheimtipp mehr, aber ein Urlaub dort lohnt sich trotzdem immer wieder. Das Biosphärenreservat zwischen den Niederlanden, Dänemark und Schleswig-Holstein ist die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Welt, die sich bisher auch weitgehend unbeeinflusst vom Menschen entwickeln kann. Ob zu Fuß, bei einer Kutschfahrt oder bei einem Rundflug, entdecken könnt Ihr es auf viele verschiedene Arten. Ihr wollt das volle Programm mitmachen? Dann schließt Euch Knud Knudsen an, dem einzigen Wattpostboten Deutschlands. Mit ihm lauft Ihr dann von Pellworm bis zur Hallig Süderoog. Wenn Ihr dann an einer Sandbank vorbeikommt, könnt Ihr mit etwas Glück die jungen Seehunde bestaunen. Besichtigt später doch noch eine Auffangstation für Heuler, zum Beispiel in Cuxhaven.

Wattenmeer; Schleswig-Holstein
Weinfelder Maar, Rheinland-Pfalz

Weinfelder Maar, Rheinland-Pfalz

Aktive Vulkane gibt es in Deutschland zwar keine mehr, aber in der Eifel könnt Ihr erahnen, wie diese die Landschaft geprägt haben. Das Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt, ist etwa zwei Kilometer von Daun entfernt und gehört somit auch zu einem der drei Dauner Maaren. Mit einer tiefen von 51m ist es auch das Tiefste der drei. Hier könnt Ihr Mulden, die sogenannten Maare, entstanden durch vulkanische Dampfexplosionen hautnah erleben. Davon gibt es 70 Stück, aber nur noch 10 davon sind heute noch mit Wasser gefüllt. Das vor über 20.000 Jahren entstandene Maar gilt übrigens als einer der idyllischsten Orte der Eifel. Baden dürft Ihr hier im Naturschutzgebiet leider nicht, aber entdeckt die Landschaft rund um die Maare doch bei einer kleinen Wanderung.

Blauer See bei Hüttenrode, Sachsen-Anhalt

Das Naturwunder im Harz, zwischen Hüttenrode und Rübeland, erstrahlt in einem einzigartigen Azurblau. Woran das liegt? Bis zum Zweiten Weltkrieg stand hier ein Kalkwerk, das nach der Stilllegung das Grundwasser nicht mehr abförderte. Die Färbung des malerischen Gewässers kommt also durch den gelösten Kalk im Wasser zustande. Aufgrund des hohen Kalkgehalts, gibt es hier auch kein tierisches Leben. Der "Blaue See" diente in diversen Filmen bereits als eindrucksvolle Kulisse, die im Frühjahr besonders gut zur Geltung kommt. Um den See herum führt ein Rundwanderweg, der imposante Ausblicke auf den See und die Umgebung bietet. Baden ist hier aber leider nicht erlaubt!

Blauer See bei Hüttenrode, Sachsen-Anhalt
Wutachschlucht, Baden-Württemberg

Wutachschlucht, Baden-Württemberg

Quer durch den Schwarzwald verläuft die Wutach mit ihren Nebenflüssen und bis zu 170 Meter tiefen Schluchten. Gemeinsam mit den wilden Wäldern wird eine faszinierende Urlandschaft gebildet, die bestimmt auch Euch gefällt. Reich an Pflanzen- und Tierarten ist die Gegend aufgrund der Vielfalt an Geo- und Biotopen. Mit den Pfaden, Wanderwegen und Holzbrücken könnt Ihr die Wutachschlucht auch ohne Führer kennenlernen. Mit den Wanderbuslinien könnt Ihr die Ferienregion Wutachschlucht und den Schwarzwald von allen Seiten kennenlernen. Kleine Rätsel und Aufgaben machen die Wanderungen auch für Euren Kids zu echten Abenteuern. Und auch Wohnmobilstellplätze gibt es hier genügend.