Anstieg trotz Corona: Baubranche bleibt stabil

Seit Anfang des Jahres hat das Corona-Virus die Welt im Griff. Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, gab es in den letzten Monaten immer wieder Einschnitte: Kurzarbeit, Kontaktbeschränkungen, Schließung von Gastronomie und Einzelhandel. Anders als anfangs befürchtet, geht die Baubranche jedoch weitgehend stabil aus der Krise. Wir zeigen, welche Befürchtungen es zu Beginn der Pandemie gab und inwieweit diese sich bewahrheitet haben. Außerdem gehen wir darauf ein, was beim Hausbau beachtet werden sollte.

Immobilienplanung: Was sollte beachtet werden?

Den Traumpartner finden, heiraten, ein eigenes Haus bauen – wer träumt nicht davon? Auch wenn Corona das Leben zahlreicher Menschen durcheinandergewirbelt hat, muss der Traum vom Eigenheim nicht ausgeträumt sein. Anhaltend niedrige Zinsen für Baudarlehen machen den Immobilienkauf und -bau für viele attraktiv.

Immobilienplanung: Was sollte beachtet werden?

Ein Bungalow als Fertighaus zu bauen,  ein modernes Massivhaus in Auftrag geben oder sich für eine Doppelhaushälfte entscheiden – unabhängig von Bauweise und Hausform sollten künftige Eigenheimbesitzer einiges beachten:

  1. Immobilienlage: Gute Lagen wirken sich wertsteigernd aus, sind jedoch nicht immer bezahlbar
  2. bei Bestandsimmobilien Bausubstanz begutachten: Hilfe vom Bausachverständigen holen
  3. Kaufpreis einordnen: Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse oder Preisspiegel bei Maklerverbänden recherchieren
  4. Eigenkapitalanteil beachten: Mindestens 10 bis 20 % des Kaufpreises und die Nebenkosten sollten aus eigener Tasche gestemmt werden können
  5. Kreditangebote vergleichen: Kleine Zinsunterschiede können über die gesamte Laufzeit entscheidend sein
  6. Passende Tilgungsrate vereinbaren: anfangs 2-3 % der Kreditsumme im Jahr
  7. Lange Zinsbindung sichern: für mindestens 15-20 Jahre, besser noch über die gesamte Laufzeit

Welche Befürchtungen gab es zu Beginn der Corona-Krise?

Wenn die Corona-Pandemie uns eines gebracht hat und noch immer bringt, sind es Einschränkungen. Wie Ergebnisse der aktuellen Umfrage des Deutschen Industrieverbandes SPECTARIS zeigen, erwarten mehr als die Hälfte aller Unternehmen für das Jahr 2020 Umsatzeinbußen. Auch die Baubranche geriet mehr und mehr in Unsicherheit. Marcus Nachbauer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, fürchtete einen Rückgang an Bauinvestitionen. Wenn der gewerblichen Wirtschaft die Aufträge wegbrächen, würden die Unternehmen Investitionen zurückstellen – darunter vor allem Bauinvestitionen. Daneben fürchtete man auch, dass sich die Unsicherheit auf das Investitionsverhalten privater Haushalte im Bereich Neubau und Sanierung auswirken werde. Dies könnte gravierende Folgen für die Baubranche haben, handelt es sich bei mehr als 50 % des Bauvolumens doch um Eigenheime.

Welche Befürchtungen gab es zu Beginn der Corona-Krise?
So hat sich die Baubranche tatsächlich entwickelt

So hat sich die Baubranche tatsächlich entwickelt

Wer auf seinen Sommerurlaub 2020 verzichtet hat, hegt sicherlich Sehnsucht nach einem Urlaub im nächsten Jahr. Die Aussicht auf einen Impfstoff und die verfügbaren Schnelltests geben Hoffnung. Zum Ende des Jahres lohnt außerdem ein Blick auf die Entwicklung der Baubranche im Corona-Jahr 2020. Die Analysten der Heinze GmbH können ein positives Fazit ziehen: Nach Ergebnissen der Marktforscher ist das Geschäftsklima nicht so stark eingebrochen wie befürchtet. In einigen Bereichen konnte sogar ein Zuwachs verzeichnet werden. Weil der Bedarf an Wohnraum steigt, sorgte der Lockdown im Frühjahr nur für einen kurzfristigen Rückgang. 

Im ersten Halbjahr konnte im Vergleich zum Vorjahr bei Genehmigungen von Eigenheimen ein Plus von 4,7 % verzeichnet werden. Aktuell sorgen außerdem Sondereinflüsse wie etwa das Baukindergeld oder die Absenkung der Mehrwertsteuer für eine anhaltend hohe Nachfrage der Baubranche. Bleibt abzuwarten, wie es in Zukunft mit der weitergeht.