Einige Motoren bei Ford, VW und Co sind besonders anfällig

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Motorschäden erheblich gewachsen. Bei den Gebrauchtwagen bleibt der Motorschaden einer der häufigsten Fehler, die registriert werden und so machen sie mittlerweile rund 20,9 Prozent der Schadenregulierungssumme aus. Die Anfälligkeit der Motoren kommt nicht von ungefähr, wie Fahrzeugprofis betonen. Grund dafür ist vor allem das Downsizing, das viele Hersteller betreiben.
Für die Autohersteller wächst der Kostendruck seit Jahren. Der Wettbewerb ist hart, zumal immer mehr Autobauer mit großen Rabatten um die Gunst potenzieller Kunden buhlen. Um mit der Konkurrenz mitzuhalten, wird beim Autobau gespart. Der Kostendruck zeigt sich vor allem in einer geringeren Qualität der Motorteile. Die Folgen für die Verbraucher sind fatal, denn die Kosten eines Motorschadens sind enorm. Selbst bei einem Mittelklassefahrzeug müssen bis zu 10.000 Euro eingeplant werden.

Anfälligkeit der Motoren
Fehlende Wartung bei Motoren

Fehlende Wartung verkürzt das Motorleben

Doch nicht nur die Kosteneinsparungen auf Seiten der Hersteller sind ein Grund für die wachsende Zahl von Motorschäden. Gerade bei Gebrauchtwagen, die den Besitzer gewechselt haben, ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Eine mangelhafte Wartung und verpasste Serviceintervalle können durchaus dazu beitragen, dass die Lebensdauer eines Motors massiv verkürzt wird. Tritt ein Motorschaden erst einmal auf, muss unbedingt abgewogen werden, ob sich die Instandsetzung noch lohnt.

Statistiken zeigen, dass die Motoren der Hersteller unterschiedlich anfällig sind. Herstellerabhängig gibt es immer wieder Motoren, die für Kopfzerbrechen sorgen. Im Volkswagen-Konzern gehören dazu die TSI-Motoren, die übrigens sowohl bei VW- als auch bei Audi-Modellen eingesetzt werden. Eine Schwachstelle der TSI-Motoren ist die Steuerkette, die eigentlich aus bestem Stahl hergestellt wird. Obwohl die Materialqualität stimmt, ist hier die Laufleistung eher gering. Gerade einmal rund 10.000 Kilometer können TSI-Fahrer sorgenfrei unterwegs sein, bevor sie ein deutliches Rasseln wahrnehmen. Die Steuerkette ist bei Motorexperten längst für ihren verhältnismäßig starken Verschleiß bekannt.

TFSI-Motoren brauchen viel Öl

Neben den TSI-Motoren gehören auch die TFSI-Motoren zu den anfälligen Modellen. Sie fallen vor allem durch ihren immensen Ölverbrauch negativ auf. So schlucken die Motoren teilweise auf 1.000 Kilometer drei Liter Öl, was weder dem Motorleben noch dem Geldbeutel der Fahrer zuträglich ist.

Auch Turbolader sind gerade bei kleineren Motoren ein Problem. Grund ist die hohe mechanische Belastung, durch die verbaute Teile stark beansprucht werden. Die Komponenten sind extrem anfällig. Bei geringer Zylinderzahl fehlt den Turboladern die so oft erhoffte Laufruhe.

Früher galten Turbolader übrigens als sehr anfällig für Schäden. Mittlerweile hat sich das geändert. Die meisten Hersteller haben die Turbomotoren so optimiert, dass sie sehr robust sind und eben auch lange halten. Selbst bei niedrigen Drehzahlen können die Turbolader mittlerweile mit einem hohen Drehmoment arbeiten. Beim Fahren im geringen Drehzahlbereich fällt die deutliche Verbrauchsersparnis auf. Das berüchtigte Turboloch gibt es bei den heutigen Turbomotoren übrigens in der Regel nicht mehr.

TFSI Motoren brauchen viel Öl