Weihnachtsspenden

Weihnachtsspenden nehmen immer mehr ab

In den letzten Jahren konnte man immer mehr beobachten, wie rasant die Spenden abnehmen. Dies hat mehrere Gründe, die sich die Organisationen und Promis auch oftmals selbst zuzuschreiben haben. Schlagzeilen, dass Gelder verschwinden oder gar nicht den Hilfsbedürftigen zugutekommen, ist ein Grund dafür. Sogar vielen Promis würden die Deutschen kaum noch Geld leihen.

Doch auch die steigende Armut in Deutschland hat einiges mit den abnehmenden Spenden zu tun. Viele Familien wissen nicht, wie sie selbst über die Runden kommen sollen und haben dann natürlich einfach kein Geld zum zu spenden. 

Weihnachtsspenden
Weihnachtsspenden

Spendengala „Ein Herz für Kinder“ konnte zulegen

Auch wenn der Rückgang der Spenden deutlich ist, kann die Spendengala „Ein Herz für Kinder“ jährlich neue Rekorde brechen. In diesem Jahr wurden ganze 17,5 Millionen gespendet und es konnte wieder deutlich zugelegt werden. Natürlich sind die Kinder, die eigentlich das ganze Leben noch vor sich haben, die Ärmsten und hier wird selbstverständlich immer gerne gespendet. Dies hat natürlich auch damit zu tun, dass „Ein Herz für Kinder“ recht transparent ist und somit die Zuschauer sicherer sind, wofür die Spendengelder verwendet werden. 

Deutsche Spenden gehen insgesamt zurück

Im Jahr 2016 wurden beispielsweise 5,3 Milliarden Euro gespendet und somit knapp 5 Prozent weniger als im Jahr 2015. Allerdings gab es im Jahr 2014 einige Naturkatastrophen und auch die Flüchtlingskrise konnte die Menschen 2015 mobilisieren, Geld zu spenden. Dabei wird zwar an Weihnachten der Hauptanteil gespendet, aber die Zahl der Spender nimmt immer mehr ab. 
Dies liegt vor allem an den vielen Schlagzeilen, die viele Organisationen ins schlechte Licht rücken. Nimmt man beispielsweise den Tsunami an Weihnachten 2004 und schaut sich heute die Regionen an, stellt man fest, dass noch immer unzählige Menschen ohne Bleibe sind oder nur einen Bretterverschlag haben. Die ganzen Millionen, die gespendet wurden, sind irgendwo abhandengekommen und nur wenige Menschen hatten etwas davon. Natürlich denkt sich dann jeder, wofür er denn spenden soll, wenn die Menschen nichts von dem Geld sehen und noch ärmer als davor sind?! 

Die steigende Armut lässt keine Spenden mehr zu

Doch auch die steigende Armut in Deutschland macht es immer weniger Menschen möglich zu spenden. Viele haben zwei, drei oder gar vier Jobs und kommen gerade über die Runden. Geschenke für die Kinder müssen am Mund abgespart werden und dann soll das Geld auch noch anderen Menschen gegeben werden – nein, das machen die wenigsten. Hierbei fällt auch deutlich auf, dass vor allem ältere Menschen spenden. Insbesondere die Rentner, die noch eine recht gute Rente bekommen, zwacken gerne etwas ab für die ärmeren Menschen. Doch auch dies wird sich wohl in den nächsten Jahren ändern. Sieht man, wie viele Rentner auswandern, weil sie in Deutschland nicht leben können, zeigt sich schnell, wie weit auch die Altersarmut bereits fortgeschritten ist. 
Man kann am Ende nur hoffen, dass die Spenden in den nächsten Jahren nicht noch weiter einbrechen und vor allem die Menschen hierzulande auch etwas mehr Rente erhalten oder besser verdienen. Nicht, dass sie mehr spenden können, sondern dass das Leben für Menschen wieder lebenswerter wird und sie nicht nur, um zu arbeiten leben, sondern auch wirklich mal etwas mit der Familie unternehmen können, ohne dass es am Ende irgendwo abgespart werden muss.