VfB Stuttgart legt offiziell Einspruch nach Elfmeter ein

VfB Stuttgart legt offiziell Einspruch nach Elfmeter ein

Das Auftaktspiel des VfB Stuttgarts gegen den SV Wehen am vergangenen Sonntag war für viele Fans eine Enttäuschung. Für besonders großen Wirbel sorgte allerdings nicht die Leistung der Mannschaft, sondern ein umstrittener Elfmeter am Ende des Spiels. Jetzt hat der VfB Stuttgart offiziell Einspruch gegen die Entscheidung bei der DFL eingereicht. 

Relegationsspiel?

Nach einem vermeintlichen Handspiel von Hamadi Al Ghaddioui ließ Schiedsrichter Sascha Stegemann das Spiel zunächst weiterlaufen. Der Videoassistent wies ihn dann aber auf den Regelverstoß hin. Stegmann entschied, dass der SV Wehen einen Elfmeter bekommen sollte. Dieser ging tatsächlich ins VfB-Tor - womit die Schwaben in letzter Minute mit 1:2 verloren. Der VfB rutschte somit auf Platz 3 - den Relegationsplatz.

Die DFL 

Laut dem DFL sei diese Entscheidung "regeltechnisch korrekt". Jedoch empfahl der Videoschiedsrichter Stegmann, sich die strittige Szene nochmal auf einem Bildschirm am Seitenrand anzusehen. Das sei "nicht angebracht" gewesen. Das Handspiel könne nicht "ganz klar eingeordnet werden" und auch für Stegmann war es "nur schwer zu erkennen".

Grund für unseren Einspruch ist, dass das Verhalten des Schiedsrichters bei der Entstehung des Siegtreffers für den SV Wehen Wiesbaden nach unserer Überzeugung einen Regelverstoß darstellt, der einen unmittelbaren Einfluss auf das Endergebnis des Spiels hatte.

Sven Mislintat
VfB-Sportdirektor

In der 83. Minute der Ausgleich

In der Coronakrise ist jedes Spiel entscheidend, da die Bundesliga jederzeit abgebrochen werden kann. Wenn dieser Fall eintritt, zählt die aktuelle Tabelle. Der VfB Stuttgart verteidigte seinen 2. Platz bis letzten Sonntag. In der 50. Minute schossen die Wehen das 0:1. In der 83. Minute dann der Ausgleich von Stürmer Nicolás González. Somit wären beide Vereine mit einem Punkt aus der Partie gegangen und der VfB stünde immer noch auf Platz 2. In der 97. Minute dann jedoch der "Skandal", wie ihn Sportdirektor Sven Mislintat betitelte.

Erstellt am 20.05.2020