Eklat bei VfB-Mitgliederversammlung - Technikprobleme sorgen für Abbruch

Mitgliederversammlung endet im Chaos

Die ganze Woche über war sie mit großer Spannung erwartet worden - schließlich sollte sich auf der Mitgliederversammlung am heutigen Sonntag entscheiden, wie die Zukunft des VfB Stuttgarts aussehen sollte. Die Mitglieder hätten heute darüber abgestimmt, ob Wolfgang Dietrich weiterhin Vorstand des Vereins sein sollte. Doch so weit kam es nicht.

Technikprobleme sorgen für Abbruch

Stattdessen endet die ganze Mitgliederversammlung in einem Chaos. Bis 17 Uhr läuft noch alles normal. Bei der allgemeinen Aussprache reden sich die Mitglieder ihren Frust von der Seele, bis ein Abbruch des Tagesordnungspunktes fünf vorgeschlagen wird. Soweit ist das nichts Ungewöhnliches: die allgemeine Aussprache zieht sich oft sehr lange hin. Über ein WLAN-System sollen die Mitglieder über den Abbruch der Aussprache abstimmen - und hier fangen die Probleme an. Das WLAN funktioniert nicht, die vom VfB ausgeteilten Tablets hängen sich auf. Eine Abstimmung scheint unmöglich. Bekommt der VfB die Technikprobleme in den Griff?

Am Anfang der Mitgliederversammlung war nicht zu erkennen, wie die Abstimmung über Dietrich ausgegangen wäre. Je länger die Technikprobleme gedauert haben, desto mehr ist die Stimmung jedoch gekippt - gegen Dietrich.

Dennis Bayer
VfB Reporter

Eine halbe Stunde später entscheiden die Verantwortlichen, mit dem nächsten Tagesordnungspunkt weiterzumachen. Doch die Technik im Hintergrund streikt weiterhin, die "Dietrich raus" Rufe der Mitglieder werden in der Zwischenzeit immer lauter. Schließlich beendet Dietrich die chaotische Versammlung um 19 Uhr - ohne sich einer Abstimmung gestellt zu haben. 

Neue Abstimmung voraussichtlich im September

Fest steht, dass nun eine neue Mitgliederversammlung einberufen werden muss. Dies kann frühestens in drei Wochen passieren - doch die Verantwortlichen vom VfB möchten einen Termin in den Sommerferien aus Rücksicht auf die Mitglieder und deren Urlaubsplänen vermeiden. Deswegen gilt es als wahrscheinlich, dass die nicht durchführbaren Punkte dann erst Mitte September nachgeholt werden. 

Erstellt am 14.07.2019