Bundesligastart ohne Fans im Stadion: Gesundheitsministerkonferenz lehnt Konzept der DFL ab

Gesundheitsminister lehnen Konzept der DFL für Spiele mit Publikum ab 

Schlechte Nachrichten für die DFL und alle Fußballfans, die zum Start der neuen Saison am liebsten wieder ins Stadion möchten: Gestern lehnte die Gesundheitsministerkonferenz – bestehend aus allen Gesundheitsministern des Bundes und der Länder – das vor einer Woche von der DFL vorgelegte Konzept ab. Das Konzept lasse noch zu viele Aspekte unbeachtet, darunter die An- und Abreise der Fans und die Überlastung der Gesundheitsämter, mit der die Entwicklung regionaler Konzepte nicht vereinbar sei, hieß es in der Begründung der Entscheidung. Daher sei es trotz guter Ansätze noch nicht möglich, die Stadien für Zuschauer zu öffnen. 

Öffnung der Stadien frühestens nach Ende des Verbots von Großveranstaltungen 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begründete seine persönlichen Bedenken hinsichtlich des DFL-Konzepts mit einem Blick auf die aktuell steigenden Infektionszahlen: 

Tausende Zuschauer in den Stadien - das passt nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der sich vor einigen Monaten für den Start von Geisterspielen ausgesprochen hatte, könne sich Stadien mit mehreren Tausend Fans zurzeit noch nicht vorstellen. Als möglichen Beginn der Anwesenheit von Fans brachten die Gesundheitsminister schließlich den 1. November zur Sprache, also den Tag, an dem in den meisten Bundesländern voraussichtlich das Verbot von Großveranstaltungen ausläuft. 

 

Bundesligastart ohne Fans im Stadion: Gesundheitsministerkonferenz lehnt Konzept der DFL ab
Erstellt am 11.08.2020