Was tun bei einem Wildschweinangriff?

Was tun bei einem Wildschweinangriff?

Horrorszenario: Wildschweinattacke! 

Eigentlich rechnet man nicht damit, plötzlich von einer Wildsau angegriffen zu werden, aber genau das wurde vergangenen Montag für eine Passantin und einen Rentner plötzlich bittere Realität.

Nach einer Drückjagd ist ein Wildschwein durch Sachsenheim gerannt. Eine Passantin hat das Schwein bei der Polizei gemeldet, nachdem sie sich vor ihm in ein Bus gerettet hat. Das Schwein ist weiter gerannt und hat auf dem Weg einen 74-Jährigen schwer verletzt, so dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. 
Als die Polizei mit Martinshorn das Wildschwein verfolgt hat, ist das Tier vor Schreck in eine Terrassentür gerannt und hat ein Kleinkind (18 Monate) verletzt. Das Schwein wurde mit einem Hubschrauber bis in den Wald verfolgt, bis es wieder Anschluss an seine Herde gefunden hat. 

Alle Betroffenen sind mit dem blauen Auge davon gekommen. Doch was mache ich, wenn mir das auch mal passiert? 
 

Das musst Du bei einem Angriff beachten:

  • Ruhig bleiben, jede hektische Bewegung kann gefährlich werden
  • Ohne Hektik den Rückwärtsgang einlegen
  • Nicht wegrennen, aber zügig Distanz aufbauen!
  • Hund zurückrufen und anleinen (Das Bellen könnte das Schwein zum Angriff bringen)
  • Dem Tier nicht im Weg stehen
  • Nicht füttern! 

Wann greifen Wildschweine an?

  • Wildschweine scheuen Menschen eigentlich grundsätzlich. Sobald sie Menschen riechen, suchen sie das Weite. Eine Begegnung ist also sehr, sehr selten
  • Wenn Du auf normalen ausgeschilderten Wanderwegen bleibst, dann sollte nichts passieren. Die Wanderwege riechen zu sehr nach Mensch, als dass sich die Schweine dorthin trauen
  • Ab Februar werfen Bachen ihre Frischlinge. In den ersten Tagen nach der Geburt sind sie noch geschwächt und können nicht fliehen. Sie sind aggressiver
  • Die Bachen verteidigen ihre Frischlinge mit dem Leben
  • Will sie angreifen, fängt sie an Drohgebärden zu machen und faucht
  • Überrascht die Tiere nicht nachts. Sie an ihren Schlaf- und Wohnplätzen zu stören, könnte wirklich gefährlich werden
Erstellt am 16.12.2018

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