Sommerurlaub trotz Corona - Wohin darf ich reisen und was muss ich beachten?

Sommerurlaub trotz Corona - Wohin darf ich reisen und was muss ich beachten?

Sommerurlaub trotz Corona-Pandemie?

Einfach mal wieder wegfahren und eine Auszeit genießen – die Vorfreude auf den Sommerurlaub ist in Zeiten von Corona wohl noch viel größer als sonst. Doch auch viele möchten ihre geplanten Urlaube stornieren. Bis vor kurzem sah es noch so aus, als müsste der Sommerurlaub dieses Jahr im Gartenstuhl verbracht werden. Doch nun gibt es sonnige Aussichten: Reisen in andere Länder könnten doch noch möglich sein. Während einige Länder schon wichtige Termine für Grenzöffnungen verkündet haben, wägen andere momentan noch ab, welche Öffnungen im Rahmen der Corona-Pandemie zulässig sind. Wir liefern Euch die Antworten auf alles Wichtige rund um Euren Sommerurlaub.

Einige Länder haben bereits deutliche Lockerungen der Grenzkontrollen vorgenommen, uneingeschränkte Reisen sind aber dennoch noch nicht möglich.

Seit dem 16. Mai sind die Grenzkontrollen an der Grenze zu Luxemburg komplett eingestellt. Ebenfalls seit dem 16. Mai wurden die Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, Frankreich und der Schweiz stark gelockert: Es wird nur noch stichprobenartig kontrolliert, allerdings bleiben touristische Reisen weiterhin untersagt.

Das Ein- und Ausreisen ist nur für Familienbesuche oder geschäftliche Reisen erlaubt. An der deutsch-dänischen Grenze wird eine Öffnung zeitnah erwartet. Die Grenzen zu Belgien und den Niederlanden sind zwar prinzipiell geöffnet, doch auch hier sind Reisen nur mit triftigem Grund erlaubt. Das gilt etwa für Personen mit einem Arbeitsplatz außerhalb der Grenze oder bei dringenden Familienangelegenheiten. Polen und Tschechien sehen derzeit noch keine Lockerungen der Grenzkontrollen vor. Die Ein- und Ausreise wird nur in Ausnahmefällen genehmigt.

Die seit dem 17. März geltende Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen gilt vorerst nur bis zum 14. Juni. Wie Bundesaußenminister Maas am 17. Mai mitteilte, soll die Reisewarnung danach nicht mehr verlängert, sondern durch Reisehinweise ersetzt werden. So sollen die Bürger über das aktuelle Infektionsgeschehen in den einzelnen Regionen informiert werden.

Wie Maas am 18. Mai erklärte, handele es sich bei der Aufhebung der Reisewarnung allerdings nicht um den Startschuss für den unbesorgten Sommerurlaub. Ein Reisehinweis könne von Reisen in bestimmte Regionen durchaus stark abraten, eine weltweite Reisewarnung sei eben nicht ewig möglich.

Einige Länder zeigen sich optimistisch und bereiten sich schon auf die ersten Touristen vor. Italien zum Beispiel hat bereits verkündet, dass die Einreise für touristische Zwecke ab dem 3. Juni wieder möglich sein soll.

Auch Griechenland bezeichnet sich als sehr sicheres Land und wirbt derzeit schon Touristen aus dem Ausland an. Auf den Balearensollen schon ab der zweiten Junihälfte wieder Touristen empfangen werden.

Inseln wie Mallorca, Ibiza und Menorca haben ein ähnlich geregeltes Infektionsgeschehen wie Deutschland und halten die Wiederaufnahme der Tourismusbranche daher für möglich.

Von Reisezielen außerhalb Europas rät Außenminister Maas deutlich ab. In einem Statement erklärte er am 18. Mai, dass man sich vorerst nur auf den Urlaub innerhalb Europas konzentriere. Viele Kontinente würden im Moment mit einem sehr hohen Infektionsgeschehen kämpfen oder stünden dem Höhepunkt der Virusausbreitung erst bevor. Außerdem sei die Distanz zu groß, sollte es zu Rückholaktionen kommen.

Trotz zahlreicher Lockerungen und optimistischerAussichten vieler Urlaubsländer sei immer größte  Vorsicht geboten, betonte Außenminister Maas. Sollten die Infektionen in bestimmten Gebieten ansteigen, drohen erneute Grenzkontrollen sowie Schließungen von Hotels und Ferienanlagen.

Verbraucherschützer raten deshalb zu Pauschalreisen, da Urlauber so am besten vor Stornierungen geschützt seien. Individualreisenden dagegen müssen für Stornokosten oftmals selbst aufkommen.

Auch wenn das Reisen in einigen Ländern bis zum Sommer wieder möglich sein wird, ist überall mit großen Einschränkungen zu rechnen. Ob Strände, Restaurants oder Innenstädte – in allen Bereichen werde es Restriktionen geben, so Heiko Maas. Wie gewohnt Urlaub zu machen, daran sei in diesem Jahr noch nicht zu denken.

Das wird wohl erst wieder möglich sein, wenn es einen Impfstoffgibt. Damit rechnen Experten jedoch frühestens in einem Jahr. Wem das Reisen in diesem Jahr noch zu riskant ist, der kann bei vielen Veranstaltern bereits den Urlaub für nächstes Jahr buchen.

Erstellt am 18.05.2020

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