Streitpunkt Schnarchen - Wieso Du schnarchst und was Du dagegen unternehmen kannst

Streitpunkt Schnarchen - Wieso Du schnarchst und was Du dagegen unternehmen kannst

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Sind getrennte Betten in einer Beziehung okay? Jakob aus Fellbach diskutiert das gerade mit seiner Freundin. Er hat sich mit seiner Frage an DIE NEUE 107.7 gewendet und wir wollen ihm helfen! 

Ich lebe schon seit über 10 Jahren zusammen mit meiner Freundin. Es lief auch alles gut, bis bei uns vor kurzem ein Langzeitproblem entfacht ist. Angeblich schnarche ich im Bett so laut, dass sie es nur schwer ertragen kann. Sie ist also kurzerhand losgelaufen und hat sich nach neuen Betten umgeschaut - richtig, zwei getrennte Betten, damit wir die Nächte getrennt voneinander verbringen können. 
Sind getrennte Betten in einer Beziehung okay? 

Jakob aus Fellbach
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Streitpunkt Schnarchen - Wieso Du schnarchst und was Du dagegen unternehmen kannst

Schlafzimmer-Killer Schnarchen

Krieg im eigenen Schlafzimmer, weil der Partner einfach zu laut schnarcht. Vielleicht kennen es einige von Euch. Aber was kann effektiv dagegen unternommen werden? Ohrstöpsel oder den Partner aus dem eigenen Bett verbannen ist keine Langzeitlösung. 
Wieso manche Menschen veranlagt sind zu schnarchen und was dagegen unternommen werden kann, findet Ihr hier.

Ursachen: Wieso schnarchen wir?

Die Ursachen des Schnarchens sind sehr unterschiedlich. Grundsätzlich gibt verschiedene Typen mit verschiedenen Ursachen. Es Nasen-, Zungen-, Mund- und Rachenschnarcher.

  1. Nasenschnarcher schnarchen, weil sie eine verkrümmte Nasenscheidewand haben, ihre Nasenmuscheln vergrößert sind, sie Polypen, eine Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen oder eine Allergie haben. All das verengt die Nase und es entstehen die typischen Schnarch-Geräusche.
     
  2. Die Zungenschnarcher schnarchen eigentlich nur, wenn sie auf dem Rücken liegen. Dadurch rutscht der hintere Teil der Zunge in den Rachen und verengt die Atemwege. Wie beim Nasenschnarcher entsteht das typische Schnarch-Geräusch wieder.
     
  3. Der Mundschnarcher-Typ tritt am häufigsten auf. Bei ihm entsteht das Schnarchen aufgrund von zu großen Gaumenmandeln oder wegen dem Gaumenzäpfchens. Die Atemluft setzt bei ihnen das erschlaffte Gewebe des Weichgaumens in Bewegung - das Schnarch-Geräusch ertönt. 
     
  4. Der Rachenschnarcher schnarcht besonders laut. Bei ihm ist ebenfalls das Gewebe im Mund- und Rachenraum erschlafft. Hier rutscht dieses Gewebe in allen Liegepositionen dann nach hinten in den Rachen und blockiert die Atemwege. . Der Rachenschnarcher hat häufig auch Atemaussetzer. Das Schnarchen klingt somit nicht rhythmisch. 

Ist Schnarchen gefährlich?

Zunächst einmal sollte Schnarchen nicht als lästige Nebensache abgetan werden. Studien zeigen, dass Menschen die schnarchen anfälliger für Herzkreislauferkrankungen sind. Gefährlich wird es dann, wenn Schnarcher eine sogenannte Schlafapnoe entwickeln. 
Dabei setzt der Luftfluss für etwa 10 Sekunden aus. Das kann gefährliche Folgen haben. Anzeichen einer Schlafapnoe: 

  • Tagesmüdigkeit
  • Druck im Kopf
  • Trockener Mund
  • Verstärktes Schwitzen in der Nacht
  • Nächtliches Sodbrennen
  • Bluthochdruck 
  • Herzrhythmusstörungen 

Treffen einige Punkte zu, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Was kann ich gegen das Schnarchen machen? 

Die Ursachen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es können viele Sachen ausprobiert werden, aber um eine richtige Diagnose und eine richtige Behandlung zu bekommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. 

Das könnt Ihr ausprobieren: 

  • Bei Allergien, einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung oder Polypen hilft eine Behandlung beim Arzt
  • Größere Mahlzeiten am Abend sollten weggelassen werden. Wenn der Magen voll ist, drückt er das Zwerchfell gegen die Lunge. Dadurch ist der Zug der Atemwege geringer und das Schnarchen kann verstärkt werden 
  • Übergewicht kann das Schnarchen auch beeinflussen. Überschüssige Pfunde drücken auch auf die Atemwege
  • Die Rückenlage sollte lieber vermieden werden - sonst rutscht die Zunge wieder in den Rachen 
  • Rauchen lässt die Schleimhäute anschwellen und verursacht ebenfalls Schnarchen
  • Alkohol sorgt dafür, dass das Gewebe im Mund- und Rachenraum erschlafft
Erstellt am 16.06.2020

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