Die Schulen sind bis Ostern zu! Das müssen Eltern jetzt wissen

Die Schulen sind zu!

In vielen Bundesländern ist es beschlossene Sache - jetzt hat auch die Baden-Württembergische Landesregierung nachgezogen und alle Schulen und Kindergärten ab Dienstag bis nach den Osterferien geschlossen. So möchte sie die weitere Ausbreitung eindämmen. 

Alles andere als vorbereitet

Der Elternbeirat ist der Meinung, dass die Regierung und die Schulen eigentlich gar nicht auf eine Schließung vorbereitet sind. Es wird schwer, die Bildungsmaterialien, Aufgaben, Lernzettel oder Ähnliches online zu verbreiten. Nachdem die Bildungsplattform "Ella" gescheitert ist, gibt es keine richtige Möglichkeit für Schüler und Lehrer zu kommunizieren. Die Lehrkräfte sind außerdem auf unterschiedlichem Kompetenzniveau.

Was machen Eltern mit ihren Kindern?

Eine große Befürchtung ist, dass es ein ultimatives Chaos in den Unternehmen geben wird. Wo sollen die Kinder jetzt hin und von wem werden sie betreut? Nicht jeder hat die Möglichkeit, seine Kinder alleine zuhause zu lassen. Wenn das Kind krank ist, können sich Eltern normalerweise ein paar zusätzliche Tage freinehmen. Bis Ostern sind es aber noch gut vier Wochen. Für Eltern, die einfach keine andere Möglichkeit haben, muss man Notfall-Betreuungen einrichten.

Arbeitnehmer, die unbetreute Kinder zu Hause haben, müssen einen unvergüteten Freistellungsanspruch haben. Zumindest so lange, bis eine Betreuung organisiert worden ist.

Die Schulen sind bis Ostern zu! Das müssen Eltern jetzt wissen

Grundsätzlich gilt: 

  • Wenn das Kind krank ist, hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf 10 Arbeitstage, an den er oder sie zu Hause bleiben kann, um das Kind zu versorgen. Bei Alleinerziehenden steigen die Tage auf 20 an. Der Arbeitnehmer darf aber einen Nachweis verlangen, der beweist, dass das Kind krank und pflegebedürftig ist.
  • Ist das Kind gesund, muss aber betreut werden, weil der Kindergarten oder die Schulen geschossen hat, darf ein Elternteil zu Hause bleiben. Der Arbeitgeber muss aber rechtzeitig informiert werden. Dann können Lösungen wie z.B. Homeoffice, Überstundenabbau oder unbezahlter Urlaub gefunden werden.
  • Dennoch gilt: wer nicht arbeitet bekommt auch keinen Lohn!
  • Ausnahme: Laut Paragraf 616 BGB können Arbeiter ihr Gehalt weiter beziehen, wenn sie nicht verhältnismäßig lange ausfallen und für ihren Ausfall nichts können. Dieser Paragraf ist aber in den meisten Arbeitsverträgen ausdrücklich ausgeschlossen
  • Es gibt kein Recht auf Homeoffice.

Was ist wichtig, wenn die Schulen zu sind? 

  • Die Kinder sollen zur Betreuung nicht zu Oma und Opa gegeben werden. Das raten zumindest die Virologen der Berliner Charité. Die Kinder infizieren sich genauso leicht wie Erwachsene, erkranken aber nicht. Der Virus ist vor allem für ältere Menschen gefährlich.
  • Notfallbetreuung? An sich würde eine gesammelte Betreuung den Sinn der Schulschließung außer Kraft setzen. In Österreich können Kinder unter vierzehn Jahren aber dennoch in den geschlossenen Schulen betreut werden, damit Eltern ihrer Tätigkeit nachgehen können
  • Abschlussprüfungen? Wenn sie nicht stattfinden, dann werden sie nachgeholt.
Erstellt am 13.03.2020

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