Hitzefrei, Getränke, Ventilatoren - welche Pflichten haben Arbeitgeber bei Hitze?

Hitzefrei, Getränke, Ventilatoren - welche Pflichten haben Arbeitgeber bei Hitze?

Bei dieser Hitze: Was sind die Pflichten von Arbeitgebern?

Viele kennen es: Die Temperaturen schießen im Sommer in die Höhe und die Arbeit im überhitzten Büro oder in der prallen Sonne wird unerträglich. Aber wie viel Hitze ist zu viel? Was muss der Arbeitgeber dazu beitragen, um uns die Arbeit in dieser Hitze zu ermöglichen?  Gleich vorneweg: Hitzefrei gibt es bei der Arbeit leider nicht. Dennoch muss er bei bestimmten Temperaturen aktiv werden. 

Wann muss der Arbeitgeber aktiv werden?

Bei einer Raumtemperatur von über 26 Grad sollte der Arbeitgeber aktiv werden. Ab 30 Grad ist er sogar dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung der Arbeitnehmer zu reduzieren. Bei Raumtemperaturen ab 35 Grad gilt der Arbeitsplatz nicht mehr als geeigneter Arbeitsraum. Hier muss der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachkommen und die Arbeitnehmer mit Luftduschen oder Entwärmungsphasen, wie sie bei Hitzearbeitsplätzen eingesetzt werden, schützen.

Was kann er tun?

  • Der Arbeitgeber kann zum Beispiel die Bekleidungsvorschriften lockern.
  • Ventialtoren für die Belegschaft besorgen.
  • Den Arbeitnehmern bei den Arbeitszeiten entgegenkommen (Bsp.: Früher anfangen)

Was muss er tun?

  • Für ausreichend Getränke sorgen
  • Sonnenschutz bereitstellen
  • Regelmäßige Lüftung

Was, wenn der Arbeitgeber nichts davon macht?

Der Arbeitnehmer kann nicht einfach zu Hause bleiben. Er müsste beweisen können, dass sein Arbeitgeber nichts gegen die hohen Temperaturen unternimmt. Wer seine Gesundheit unter der Hitze ernsthaft gefährdet sieht, müsste sich krankschreiben lassen. 

Hitzefrei, Getränke, Ventilatoren - welche Pflichten haben Arbeitgeber bei Hitze?
Erstellt am 26.06.2019

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