Schneechaos in der Region: Unfälle in Murrhardt, Altdorf und auf der B14

Schneechaos in der Region: Unfälle in Murrhardt, Altdorf und auf der B14

Der Wintereinbruch führt auf den Straßen zu zahlreichen Problemen. Allein in der Stuttgarter Region wurden bis zur Stunde
mehrere Dutzend wetterbedingte Verkehrsunfälle gemeldet.

Unfälle in der Region

Unter anderem legten gestern die enormen Schneemassen die B14 zwischen Oppenweiler und Sulzbach an der Murr komplett lahm. Nachdem sich ein LKW im Schnee festgefahren hatte, kam es zu Staus von mehreren Kilometern. Bis 15 Uhr war die Fahrbahn komplett gesperrt, danach auch nur eingeschränkt befahrbar. Einige Autofahrer mussten stundenlang in ihren Autos verharren.

Auch in Altdorf gab es einen Unfall. Durch die schneeglatte Fahrbahn verlor ein 63-jähriger Busfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet nach links auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er mit einem 72-jährigen Ford-Fahrer, der von Pfahlbronn in Richtung Alfdorf unterwegs war. Dabei wurden nicht nur zwei Personen leicht verletzt, sondern es entstand auch ein Sachschaden von knapp 25000 Euro.

In Murrhardt war ein 58-jähriger Fahrer mit Sommerreifen unterwegs und kam in der Riesbergstraße auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen. Daraufhin kollidierte er mit einem, am Fahrbahnrand geparkten PKW. Laut Polizeibericht entstand ein Sachschaden von rund 24000 Euro.

Die Schneelast sorgte auch dafür, dass zwischen Sulzbach und Kleinhöchberg ein Baum auf die Fahrbahn ragte und den Verkehr behinderte.

So kommst Du trotzdem sicher ans Ziel

Wenn es regnet oder Nebel auf eine gefrorene Fahrbahn trifft, gefriert das Wasser sofort und bildet eine Eisschicht. Die Gefahr wird größer, wenn die Orte schattig sind - Wälder sind zum Beispiel extrem gefährdet. Das Tückische an Blitzeis: Man sieht die Eisschicht kaum und sie tritt einfach so aus dem Nichts auf. Nebel und Raureif können aber Hinweise auf Blitzeis sein.

Informiert Euch immer über die aktuellen Straßenverhältnisse! Es wird gefährlich, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt herum schwanken. Das ständige Frieren und Tauen kann vielen Autofahrern zum Verhängnis werden. Weder Winterreifen, ABS, ESP oder Ketten helfen bei Blitzeis. Wird amtlich vor Blitzeis gewarnt, sollte man die Meldung ernst nehmen und nicht ins Auto steigen! 

In erster Linie sind Winterreifen im Winter natürlich ideal. Zugelassene Winterreifen müssen gemäß der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) auf dem Reifen haben. 

Generell sollten die Winterreifen nicht länger als zehn Jahre gefahren werden. Nach spätestens sechs Jahren sollte man neue Reifen kaufen, das empfiehlt zumindest der ADAC. Wer etwa 10.000 km pro Winter mit Winterreifen fährt, sollte sich schon nach vier Jahren neue Reifen zulegen.

Wenn Ihr wirklich mal ins Rutschen kommt, dann solltet Ihr alles so machen, wie Ihr es auch hoffentlich in der Fahrschule gelernt habt: Großer Abstand zum Vordermann, sachte bremsen, vorsichtig lenken und nicht in Panik verfallen. Abrupte Lenkbewegungen solltet Ihr unbedingt vermeiden - bekommen die Reifen nach glatter Fahrbahn wieder Grip, kann es zu schwerwiegenden Lenkfehlern kommen. Außerdem solltet Ihr nur sehr behutsam Gas geben, damit das Auto nicht ausbricht. 

Scheut Euch nicht eine Pause einzulegen und auf den Streudienst zu warten. Sicherheit geht vor!

Was Ihr immer dabei haben solltet: einen Eiskratzer, einen Schneebesen und Frostschutzmittel. Die Scheiben müssen immer komplett frei sein! Ein Guckloch ist im Zweifel sogar strafbar. 

Glatteisunfälle sind nicht zu vermeiden. Grundsätzlich haftet der Autofahrer, da er gemäß der StVO die Geschwindigkeit seines Fahrzeugs an die Straßen-, Sicht- und Wetterverhältnisse anpassen soll.

Erstellt am 13.01.2021

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