Mann stirbt, weil er Zucchini gegessen hat - Darauf musst Du bei Gemüse achten:

Tod durch Kürbisgewächs

Im Jahr 2015 hat sich ein 79 Jahre alter Mann an einer selbstgezogenen Zucchini vergiftet und ist an den Folgen der Vergiftung gestorben. Eine sehr tragische Geschichte - kann aber jedem passieren. 

Cucurbitacin

Für Hobbygärtner ist es verlockend Zucchinis anzupflanzen. Das Gemüse wächst schnell, ist pflegeleicht und auch noch gesund. Zahlreiche Nährstoffe wie zum Calcium, Eisen, Magnesium und verschiedene Vitamine sind in der Zucchini, aber unter bestimmten Bedingungen eben auch ein Giftstoff.
Cucurbitacin heißt der Übeltäter, er ist der Giftstoff, der Kürbisgewächse wie die Zucchini eigentlich so gefährlich macht. Bei dem Gemüse aus dem Supermarkt muss man sich aber keine Sorgen machen. Der Giftstoff wurde hier aus den Pflanzen herrausgezüchtet. 
Wenn Du Zucchinis selber anbauen möchtest, dann benutze nur Samen aus dem Handel!

Mit Vorsicht zu genießen:

Dennoch solltest Du eigene Zucchinis vor dem Verzehr vorsichtig probieren. 
Schmecken sie bitter, dann lass lieber die Finger von ihnen und spuck den Bissen am besten einfach wieder aus. Die Giftstoffe verursachen Magenkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen. Je nach Dosis kann es lebensbedrohlich werden. 

Mann stirbt, weil er Zucchini gegessen hat - Darauf musst Du bei Gemüse achten:

Dieses Gemüse ist eigentlich giftig!

Das Nachtschattengewächs enthält Solanin - sind die Tomaten grün, enthalten sie bis zu 32 Milligramm von dem Gift. Lass sie einfach ein paar Tage liegen. Sie werden nachreifen und der Solaningehalt reduziert sich auf ungefähr 0,7 Milligramm.

Da in der Nähe des Strunks am meisten Solanin vorhanden ist, empfiehlt es sich ihn einfach keilförmig aus der Tomate zu schneiden.

Bei den Auberginen ist es wie mit den Tomaten. Beides sind übrigens auch Nachtschattengewächse. Lass die Auberginen einfach nachreifen. 
Roh enthält sie einfach zu viele Bitterstoffe und ist deshalb nicht schmackhaft.

Die Kartoffel enthält einiges an dem Gift Solanin. Auf ein Kilo Kartoffeln kommen da rund 200 Milligramm Solanin. Für einen Menschen sind ca. 3-6 Milligramm pro Körperkilo giftig bzw. lebensgefährlich. Ein erwachsener Mensch müsste also rund 2 Kilo rohe Kartoffeln essen um sich in Lebensgefahr zu bringen.

Werden Kartoffeln im Licht gelagert, bilden sich grüne Flecken. Da ist besonders viel Solanin enthalten. Schneide diese Stellen einfach weg. Dann kannst Du Kartoffeln nach dem Kochen bedenkenlos essen.

Kennst Du das, wenn sich Deine Zunge so pelzig anfühlt? Das verursacht die Oxalsäure - und der Rhabarber enthält einiges davon. Der Stoff ist giftig und könnte Menschen mit Gicht, Rheuma oder Nierenproblemen gefährlich werden. Ein Kilogramm Rhabarber enthält ungefähr fünf Gramm Oxalsäure. Um die tödliche Menge von fünf bis fünfzehn Gramm zu sich zu nehmen, müsste man ein bis drei Kilogramm vertilgen, also zum Beispiel mehrere Bleche Rhabarberkuchen. 

Spinat nicht aufwärmen! Vielleicht schonmal gehört oder? Aber das ist alles andere als Humbug! Man sollte Spinat nach dem zubereiten sofort kaltstellen und am besten kein zweites Mal aufwärmen. Bakterien wandeln das im Spinat enthaltene Nitrat in Nitrit um und genau das kann gefährlich werden. 

Für Erwachsene sollten die Mengen nicht gefährlich sein. Kleinkinder und Babys können aber Probleme damit haben. Durchfall ist eine Folge. 

Erstellt am 19.07.2019

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