Terminvergabe, Hygienevorschriften, Bartpflege - das ändert sich beim Friseurbesuch in Zeiten von Corona

Friseurbesuch in Zeiten von Corona

Das Warten hat ein Ende: Ab heute ist der langersehnte Friseurbesuch wieder möglich. Während die einen geduldig auf den Friseur ihres Vertrauens gewartet haben, besteht bei vielen Experimentierfreudigen Korrekturbedarf bei der Frisur. Bundesweit wird ein riesiger Ansturm auf die Friseurgeschäfte erwartet. Friseure und Kunden müssen sich jedoch auf einige Besonderheiten einstellen. Um trotz des großen Ansturms die Hygiene sicherzustellen, haben die baden-württembergischen Ministerien für Wirtschaft und Soziales eine gemeinsame Richtlinie herausgegeben. Worauf ab sofort beim Friseurbesuch geachtet werden muss, erfahrt Ihr hier.

Terminvergabe, Hygienevorschriften, Bartpflege - das ändert sich beim Friseurbesuch in Zeiten von Corona
  1. Hereinspaziert? 
    Nicht ohne Termin - Wer einen neuen Haarschnitt braucht, muss vorab einen Termin ausmachen. Sogenannte Walk-In Friseure, also solche ohne Terminvergabe, sind zwar nicht verboten, allerdings sind die Wartebereiche in den Salons gesperrt. Wer also ohne Termin erscheint, muss womöglich draußen warten.

  2. Mundschutz auch beim Haareschneiden Pflicht
    Auch hier herrscht Maskenpflicht. Sowohl Friseur als auch Kunde müssen während des Haareschneidens eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Gegebenenfalls darf der Kunde die Maske kurz vom Ohr nehmen, muss sie dabei aber festhalten.

  3.  Blickkontakt nur über den Spiegel
    Um das Infektionsrisiko zu verringern, soll möglichst wenig gesprochen werden. Der Kunde soll schon am Telefon seine Wünsche äußern, sodass er dem Friseur vor Ort nichts mehr erklären muss. Außerdem soll der Blickkontakt zwischen Friseur und Kunde nur über den Spiegel erfolgen.

  4. Viele Dienstleistungen nicht möglich
    Vorerst müssen wir uns mit einem neuen Haarschnitt zufriedengeben. Denn gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege sind aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

  5. Kein Wohlfühlprogramm
    Auch die gewohnte Tasse Kaffee und das Blättern in Zeitschriften müssen leider ausbleiben. Was für viele schlichtweg zum Friseurbesuch dazugehört, gilt als Virenrisiko und ist daher verboten.

  6. Haare werden nur nass geschnitten
    Auch Männer kommen um den Nasshaarschnitt nicht mehr herum, denn das Haarewaschen wird für alle Kunden zur Pflicht. So sollen Viren möglichst abgetötet werden. Sich die Haare vor dem Friseurbesuch selbst zu waschen gilt nicht.

  7. Haarschnitt wird etwas teurer
    Durch den zeitlichen Mehraufwand der Friseure und zusätzliche Ausgaben für Schutzausrüstung wie etwa Handschuhe, Masken und Desinfektionsmittel, wird der Haarschnitt etwas teurer. Allerdings wird der Preisanstieg für den einzelnen Kunden wohl kaum spürbar. Der Verband Deutscher Friseurunternehmen geht von einem durchschnittlichen Anstieg von 1 bis 2 Euro aus.

  8. Keine Bedienung ohne Daten
    Wer sich die Haare schneiden lässt, muss vorab Daten wie Adresse, Handynummer und E-Mail Adresse herausgegeben. Falls sich ein Kunde oder Mitarbeiter infiziert, soll man so Infektionsketten nachvollziehen können. Wer seine Daten nicht preisgeben möchte, wird nicht bedient.

Erstellt am 04.05.2020

Aktuelle Meldungen