Übersicht der Änderungen im Jahr 2020

Übersicht der Änderungen im Jahr 2020
Übersicht der Änderungen im Jahr 2020
Übersicht der Änderungen im Jahr 2020

Das ändert sich 2020 in Deutschland

Auch 2020 soll der Mindestlohn wieder steigen. Demnach sollen Azubis im ersten Lehrjahr 515 Euro verdienen, im Zweiten 615 Euro und im Dritten 715 Euro.

Auch der Mindestlohn für alle anderen volljährigen Arbeitnehmer steigt. Bislang lag der gesetzliche Mindestlohn bei 9,19 Euro. Ab dem 01. Januar steigt dieser auf 9,35 Euro. Auch für Rentner, Mini-Jobber oder Saisonarbeiter gilt diese Änderung.

Für Pflegeberufe ist ebenfalls ein höherer Mindestlohn angedacht. Gesundheitsminister Jens Spahn möchte diesen sogar auf 14 Euro anheben.

Im Sommer 2020 soll die Rente erneut steigen. Im Westen um 3,15 Prozent und im Osten sogar um 3,92 Prozent. Eine Rente von 1000 Euro würde somit im Westen auf 1031,80 Euro steigen und im Osten auf 1039,10 Euro.

Auch im Jahr 2020 gibt es eine neue "Düsseldorfer Tabelle". Demnach bekommen minderjährige Kinder 15 Euro bis 21 Euro mehr Unterhalt. Allerdings nur, wenn die Eltern getrennt leben.

Ab 2020: Mindestens 369 Euro, anstatt 354 Euro.

Ab 2021: Mindestens 378 Euro

Ab 2020: Mindestens 424 Euro, anstatt 406 Euro.

Ab 2021: Mindestens 434 Euro

Ab 2020: Mindestens 497 Euro, anstatt 476 Euro.

Ab 2021: Mindestens 508 Euro

Jeder muss in Zukunft gegen Masern geimpft sein. Dies sieht die sogenannte Impfpflicht gegen Masern vor. Bevor ein Kind in einer Kita oder in einer Schule aufgenommen wird, müssen die Eltern nachweisen, dass das Kind geimpft ist. Dies ist mit einem Impfausweis, einem gelben Untersuchungsheft oder einem ähnlichen ärztlichen Attest möglich. Wer bereits Kinder in einer solchen Einrichtung hat, hat eine verlängerte Frist bis Ende Juli 2021. Wer sich weigert, kann mit einem Bußgeld von bis zu 2500 Euro rechnen.

Ab 2020 können Ärzte für bestimmte Arzneimittel eine sogenannte Wiederholungsverordnung verschreiben. Allerdings nur chronisch kranken Patienten, die bestimmte Medikamente regelmäßig benötigen, können von der Neuerung profitieren. Der Arzt kann auf dem ausgeschriebenen Rezept vermerken, wie oft und wie lang dem Patienten dieses Medikament auf dieselbe Verschreibung wiederholt ausgegeben werden darf. Nachdem der Patient dreimal sein Medikament bekommen hat, muss er allerdings erneut zum Arzt.

Ab 2020 wird die Monatshygiene für Frauen billiger. Für Tampons, Binden und Menstruationstasse gilt in Zukunft ein Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent  anstatt 19 Prozent.

Ein Brötchen beim Bäcker, eine Kugel Eis in der Eisdiele um die Ecke oder einen Kaffee auf dem Marktplatz. Zu jeder Kleinigkeit wird es einen Kassenzettel dazu geben. Denn ab dem 01. Januar gilt die sogenannte Kassenbon- Pflicht. Ziel des Ganzen ist es, Steuerbetrügern das Leben schwerer zu machen. Kunden sind zwar dazu berechtigt, den Kassenzettel abzulehnen, allerdings muss dieser trotzdem vom Einzelhändler ausgedruckt werden.

Ab 2020 findet man in Supermärkten auf Lebensmitteln eine Ampel. Der sogenannte Nutri-Score ist eine freiwillige Auskunft vom Lebensmittelhersteller, wie gesund das Produkt ist. Von grün A bis rot E wird das Produkt in eine fünfstufige Skala eingeordnet.

Ab dem 1. April 2020 soll die Luftverkehrsteuer deutlich erhöht werden. Die Bundesregierung möchte so gegen den Klimawandel vorgehen. Demnach soll die Steuer auf ein Ticket von einem deutschen Flughafen in ein europäisches Land auf 13.03 Euro steigen. Bislang lag die Steuer hier bei 5,65 Euro. Bei Flügen bis zu 6.000 Kilometern steigt die Steuer um 9,96 Euro auf 33,01 Euro. Noch längere Flüge werden mit 59,43 Euro versteuert.

Flüge sollen teurer werden, Bahntickets im Fernverkehr hingegen billiger. So will man gegen den Klimawandel kämpfen und Menschen motivieren, lieber mit der Bahn zu fahren, anstatt zu Fliegen. Die Mehrwertsteuer auf Bahntickets sinkt von 19 Prozent auf sieben Prozent

Verstöße beim Autofahren werden auch im kommenden Jahr teurer. Im neu veröffentlichten Busgeldkatalog, der bereits im November beschlossen wurde, steht drin, dass Autofahrer, die Rettungskräfte nicht durchlassen 320 Euro zahlen müssen. Das sind 120 Euro mehr, wie bislang. Zusätzlich gibt es zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot.

Außerdem ist das dreiminütige Parken auf einem sogenannten Schutzstreifen nicht mehr gestattet.

Das Parken auf einem Geh- oder Fußweg wird ebenfalls mit 100 Euro bestraft. Bislang kostete das zwischen 15 Euro und 35 Euro.

Für manche ist kein extra A1 Motorradführerschein mehr nötig. In einer Verordnung für Maschinen steht, dass man kleine Motorräder mit einem Hubraum bis zu 125 Kubikzentimeter und 15 PS auch mit einem Führerschein der Klasse B fahren darf. Allerdings muss man mindestens fünf Jahre den Führerschein besitzen, 25 Jahre alt sein und eine ausführliche Schulung absolvieren. Die Schulung ist in vier Theorie und fünf Praxiseinheiten a 90 Minuten aufgeteilt.

Erstellt am 31.12.2019

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