Symptome, Inkubationszeit, Therapie: alle Fragen und Antworten zum Coronavirus

Symptome, Inkubationszeit, Therapie: alle Fragen und Antworten zum Coronavirus

Weltweiter Gesundheitsnotstand ausgerufen

Das Corona-Virus beherrscht seit Wochen die Schlagzeilen. Die Zahl der Infizierten steigt praktisch stündlich - seit gestern Nacht breitet sich das Virus noch schneller aus. Knapp 10.000 Menschen sind weltweit infiziert. Jetzt hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt den weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen - vor allem aus Sorge, dass sich das Virus auch in Ländern verbreitet, die ein schlechtes Gesundheitssystem haben. 

Bundesregierung rät von Reisen nach China ab

Auch die Bundesregierung hat in der Nacht auf die neuen Ereignisse reagiert. Das Auswärtige Amt rät mittlerweile nicht nur von Reisen in die chinesische Provinz Hubei ab - sondern auch vor Reisen in das gesamte Land. Auch die USA haben eine Reisewarnung für China herausgegeben. 

Zwei Verdachtsfälle in Stuttgart

In Stuttgart wurden bisher zwei Personen mit dem Verdacht auf das Coronavirus untersucht. Beide Patienten wurden jedoch negativ getestet - bei einer Frau wurde daraufhin Influenza festgestellt. In Bayern sind bisher fünf Personen positiv auf das Virus getestet worden. Ihr Gesundheitszustand ist jedoch stabil. 

Das Coronavirus - Fragen und Antworten

Doch wie gefährlich ist das Virus wirklich? Welche Symptome verursacht es und wie wird es behandelt? Wir haben eine Übersicht zusammengestellt, die Euch die Antworten auf die wichtigsten Fragen liefern soll. 

Coronavirus - Fragen und Antworten

Es gibt über 100 Arten von Coronaviren. Viele dieser Viren sind nur für Tiere gefährlich - vier Arten sind jedoch auch für den Menschen ein Problem. Lange glaubten Forscher, dass Coronaviren lediglich leichte Infektionen der Atemwege verursachen können. Das änderte sich jedoch mit der Entdeckung des SARS-Virus, der 2002 und 2003 eine große Epidemie in China auslöste. Dabei erkrankten über 8000 Menschen. Der Virus, der jetzt um die Welt geht, heißt 2019-nCoV. Seinen Namen hat er durch seine Form unter dem Mikroskop bekommen, die einer Krone ähnelt. 

Eine Infektion löst starke Erkältungssymptome aus: dazu gehören Husten, Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Auch eine Lungenentzündung kann die Folge einer Coronavirusinfektion sein. Um abzuklären, ob ein Patient an dem Coronavirus erkrankt ist, genügt ein Rachenabstrich. Dieser wird dann in einer Klinik untersucht - in Stuttgart kann das Landesgesundheitsamt einen Schnelltest durchführen. 

Da das Virus noch nicht erforscht ist, kann man diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau beantworten. Das Robert-Koch-Institut und die WHO gehen momentan von einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen aus. 

Eine spezielle Behandlung für das Coronavirus gibt es leider noch nicht. Allerdings konnten in China schon etliche Menschen wieder aus den Kliniken entlassen werden. Hauptsächlich wird der Körper bei der Bekämpfung der Viren unterstützt - unter anderem mit Sauerstoffzugabe oder Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts. Viele Labore arbeiten mit Hochdruck daran, einen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln, unter anderem in Tübingen. 

Für einen gesunden Menschen ist das Coronavirus nicht gefährlicher als andere Viren in der Erkältungszeit. Nur alte Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko, aufgrund des Coronavirus ernsthaft krank zu werden. Experten haben derzeit eine Sterberate von bis zu 2% errechnet. Bei gesunden Menschen ist sie allerdings viel niedriger - hier liegt sie bei 0,1 bis 0,2%. Zum Vergleich: allein Deutschland sind 2020 schon über 40 Menschen an dem Grippevirus gestorben. 

Um eine Ansteckung zu vermeiden, gilt das Gleiche wie bei allen anderen Viren:

  • gute Händehygiene
  • nicht in die Hände nießen, sondern in ein Taschentuch oder die Armbeuge
  • Abstand zu Erkrankten halten
Erstellt am 31.01.2020

Aktuelle Meldungen