Internet, Telefon, an der Haustüre: so dreist sind die Maschen der Corona-Betrüger

Internet, Telefon, an der Haustüre: so dreist sind die Maschen der Corona-Betrüger

Täglich überschlagen sich die Meldungen rund um das Coronavirus - jeder will wissen, wie sich aktuelle Fallzahlen entwickeln und welche Maßnahmen jetzt anstehen. Dieses Informationsbedürfnis nutzen Betrüger auf dreiste Weise aus. Das Bundeskriminalamt warnt zum Beispiel vor einer interaktiven Corona-Karte, die im Hintergrund Malware herunterlädt. Wir geben Euch einen Überblick über die Tricks der Betrüger in Zeiten von Corona! 

Phishing Mails

Bei Phishing Mails verschicken Betrüger Mails, in denen sich angeblich wichtige Informationen zum Coronavirus befinden. Öffnet man dann den Anhang oder klickt auf den Link in der E-Mail, wird schädliche Software heruntergeladen. Diese kann dann Passwörter ausspionieren oder andere sensible Daten abgreifen. Ein Beispiel ist die schon oben erwähnte Corona-Karte. Sie ist einer Karte von der Johns Hopkins Universität nachempfunden, lädt aber im Hintergrund Schadsoftware herunter. Deshalb rät die Polizei: nur E-Mails öffnen, dessen Absender Ihr kennt. Niemals einfach Links oder Anhänge öffnen! 

Fake-Shops

Vielerorts sind Hygieneprodukte ausverkauft. Eine Masche der Betrüger ist es jetzt, Artikel wie Schutzmasken oder Desinfektionsspray in gefälschen Onlineshops anzubieten. Zu horrenden Preisen kaufen die Kunden hier Ware, die sie niemals erhalten. Hier haben wir einige Tipps von der Polizei, wie ihr gefälschte Shops im Internet erkennt!

Enkeltrick

Den Enkeltrick gibt es in 1000 verschiedenen Variationen. Betrüger haben es hier auf gutgläubige Senioren abgesehen. Bei dem Enkeltrick behaupten Anrufer, sie seien Verwandte und mit dem Coronavirus infiziert. Sie fragen nach Geld oder Wertgegenständen, die ein Freund später abholen soll. Die Polizei rät, niemals Unbekannten Geld auszuhändigen und misstrauisch zu sein, wenn Anrufer sich nicht mit Namen melden! 

Support im Home Office

Viele Menschen arbeiten gerade von zuhause aus. Das nutzen Betrüger am Telefon aus, indem sie behaupten, ein Problem im -Unternehmen beheben zu wollen. Dazu sollen Betroffene eine Fernwartungs-Software aufspielen. So kommen die Betrüger an sensible Daten - sogar von Unternehmen. Meistens sprechen die Täter übrigens Englisch. 

Falsche Mitarbeiter vom Gesundheitsamt

Diese Masche ist besonders dreist: Betrüger geben sich an der Haustüre als Mitarbeiter vom Gesundheitsamt aus. Sie behaupten, das Opfer wäre mit dem Coronavirus infiziert und verschaffen sich so Zutritt zur Wohnung. Hier führen sie zum Beispiel einen teuren "Corona-Test" durch. Deshalb: lasst nur Personen ins Haus, die Ihr kennt! Das Gesundheitsamt kommt im Normalfall nicht persönlich bei Euch vorbei.

Einkaufshilfe

Auch hier nutzen die Betrüger die Gutgläubigkeit von Senioren aus. Sie bieten an, für die Betroffenen einkaufen zu gehen. Man solle einfach den Einkaufszettel und das Geld vor die Türe legen. Das Geld ist natürlich weg - bitte lasst Euch nur von Menschen helfen, die Ihr kennt! 

Erstellt am 23.03.2020

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