Baden im Neckar verboten - so überstehst Du die heißen Tage

Das erste Wochenende der Sommerferien wird gleich richtig heiß – und das in Zeiten von Corona. Viele Schwimmbäder der Region sind schon Tage im Vorraus restlos ausgebucht und die Badeseen überfüllt.

Erste Gemeinden sperren Seen

Die ersten Gemeinden haben schon die Notbremse gezogen. Der Breitenauer See zum Beispiel wurde nach einem Wochenende mit schätzungsweise 10 000 Besuchern nun bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt. An dem "Chaos-Wochenende" hielten sich viele Badegäste nicht an die Hygiene- und Abstandsregeln.

Wasserschutzpolizei warnt

Durch das Temperaturhoch und den ausverkaufen Freibädern wird es höchstwahrscheinlich einen Besucherandrang an den Badeseen geben. Genau aus diesem Grund weichen immer mehr auf die Flüsse aus – hauptsächlich auf den Neckar, doch die Wasserschutzpolizeistation Stuttgart warnt davor. Im gesamten Gebiet Stuttgart ist das Baden sogar verboten! Viele Gefahren lauern im Fluss, ganz abgesehen von den Wehr- und Schleusenanlagen.

Der Neckar wird von Booten aller Größen befahren. Der Neckar ist eine "Bundeswasserstraße", ähnlich wie eine "Autobahn" nur für Boote. Diese könnten den Schwimmern zum Verhängnis werden.

Doch auch die Wasserqualität ist nicht die beste. In den Neckar wird gereinigtes Abwasser von den umliegenden Kläranlagen gelassen. Doch das Wasser ist nicht zu 100% gereinigt. Fäkalkeime, Salmonellen, Viren oder Pilze könnten die Wasserqualität beeinflussen. Bei starkem Regen kann auch ungefiltertes Wasser in den Fluss gelangen.

Genau aus solchen Gründen wird empfohlen, die Tage im heimischen Garten zu verbringen. Mit diesen Tipps überstehst auch Du das heiße Wochenende.

Die besten Tipps gegen die Hitze:

Das richtige Lüften ist das A und O. Am besten so früh morgens wie möglich die Fenster richtig aufreißen und die komplette Wohnung durchlüften. Sobald es warm wird, alle Fenster schließen und die Rollläden den ganzen Tag unten lassen.

Wer keine Rollläden hat, kann Handtücher oder Decken vor die Fenster hängen. Erst wenn es abends wieder abkühlt, sollte man die Fenster wieder öffnen und offen lassen, bis man ins Bett geht.

Vor allem leichte Gerichte sind perfekt für den Sommer. Obst wie Melonen oder Ananas haben einen hohen Wasser- und Mineralienanteil und sind ein perfekter Snack für den Mittag.

Wer lieber etwas Warmes möchte, kann auf Suppen zurückgreifen.

Salziges ist ebenfalls hilfreich. Beim Schwitzen verliert der Körper viel Salz. Der Salzhaushalt kann zum Beispiel mit Serrano-Schinken leicht aufgefüllt werden.

An warmen Sommertagen ist es besonders wichtig, viel zu trinken. Ein Erwachsener sollte täglich zwischen 1,5 und zwei Litern trinken, an warmen Tagen sogar noch mehr. Außerdem sollte man vor allem auf Alkohol, Kaffee und Limos verzichten.

Wer sein Wasser trotzdem etwas auffrischen möchte, kann zum Beispiel Minze oder frische Zitrone hinzugeben. Achtung: das Getränk sollte nicht zu kalt sein – empfohlen wird Zimmertemperatur. Je kälter das Getränk, desto mehr muss der Körper arbeiten, die Temperaturspanne wieder auszugleichen und fängt an zu schwitzen.

Ab in den nächsten Spielzeugladen oder Baumarkt und einen Pool für den Garten kaufen. Schon für kleines Geld gibt es verschiedene Größen. Keine Sorge, wenn der Pool mit Kindermotiven bedruckt ist: damit kommen auch die Großen auf ihre Kosten. Allerdings sollte man auch hier beachten: je kälter das Wasser, desto schlechter. Der Körper versucht seine Temperatur durchschnittlich auf 37 Grad zu halten. Wenn das Wasser kalt ist, ist es zwar für den Moment eine gelungene Abkühlung, allerdings muss der Körper danach viel mehr arbeiten, um die Temperatur wieder auf 37 Grad zu bringen.

Wer keinen Platz für einen Pool hat, kann alternativ einen Eimer Wasser nehmen und die Füße reinstellen. Auch hier gilt, nicht zu kalt!

Eine Wärmflasche wir zur Kälteflasche! Einfach Wasser in eine Wärmflasche füllen und diese für zwei Stunden in den Kühlschrank legen. Nicht in den Gefrierschrank!

Alternativ einfach einen Waschlappen unter lauwarmes Wasser halten und auf den Körper legen.

Achtung! Auf eine kalte Dusche sollte man verzichten. Auch hier schwitzt der Körper danach noch mehr und ist nur temporär angenehm. 

Eincremen nicht vergessen! An heißen Tagen ist die UV-Strahlung besonders hoch. Sich einmal am Tag einzucremen reicht hier nicht.

Wasserfest heißt ebenfalls nicht, dass sich die Creme beim abtrocken NICHT von der Haut löst. Außerdem sollte man sich eine halbe Stunde vor dem Baden eincremen und die Creme richtig einziehen lassen.

Nicht nur für Kinder ist es wichtig auch den Kopf zu schützen. Eine Mütze oder ein Hut helfen, einen Sonnenstich und Sonnenbrand zu vermeiden.

Baden im Neckar verboten - so überstehst Du die heißen Tage
Erstellt am 01.08.2020

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