Nach Computer-Hack: so genial kontert Radiohead seine Erpresser

Radiohead wurde gehackt!

Sage und schreibe 150.000 US-Dollar forderten die Erpresser von der britischen Band Radiohead (Creep). Hacker haben vergangene Woche unveröffentlichte Tonaufnahmen der Band gestohlen und illegal im Internet veröffentlicht. 

Viele Fans können sich freuen, sonderlich toll für die Band ist das allerdings nicht. Die gestohlenen Aufnahmen, insgesamt 18 Stunden Material, sind während den Aufnahmen zu dem Album "OK Computer" (1997) entstanden. Sie wurden nie veröffentlicht. 18 Minidisks soll der Frontmann der Band, Thom Yorke, selbst zuletzt besessen haben. 

Die Hacker verlangten insgesamt 150.000 US Dollar für das Material der Studio-Sessions. 800 US-Dollar pro Studio-Track und 50 US-Dollar pro Live-Track.
Radiohead ließ die Diebe einfach mal machen und verhinderte das Veröffentlichen nicht. Sie drehten den Spieß nämlich einfach um. 

Spenden für einen Guten Zweck

Die Band hat nun alle Aufnahmen selber auf der Plattform Bandcamp veröffentlicht. Gerade einmal 18 Tage lang sind sie dort zu finden. Für 18 Dollar kann man das "Album" kaufen. Der komplette Erlös geht an die Umweltschutzorganisation Extinction Rebellion. Die hat sich auf Twitter auch schon bedankt. Radiohead selbst sagt, dass das Material viel zu lang und auch überhaupt nicht interessant ist. Aber für den Guten Zweck lohnt es sich ja.

So elegant hat noch keiner auf eine Erpressung reagiert. 

  Das Album für einen guten Zweck kaufen:
Erstellt am 12.06.2019

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