Rund 7000 Euro: Veranstalter muss für Metallica-Cover von "Viva Colonia" zahlen

Es klingt wie ein schlechter Scherz: der Veranstalter des Metallica-Konzerts in Köln müssen für das Cover von "Viva Colonia" bares Geld bezahlen! Die Band hatte den Karnvalsklassiker am Freitag auf ihrem Konzert im Rhein-Energie Stadion in Köln gespielt. Jetzt fließt deshalb Geld an die GEMA - laut Medienberichten wohl insgesamt 7000 Euro. 

Diese Summe ergibt sich aus der Anzahl der Zuschauer und den Ticketpreisen für das Konzert. Für jeden gespielten Song auf Konzerten zahlt die GEMA Geld an den Urheber des Songs. Im Fall von Metallica fließt das eingenommene Geld der GEMA also zurück an Metallica selbst - bei der gespielten Coververesion aber an die Höhner, Autoren des Songs "Viva Colonia". Insgesamt spielten Metallica den Song nicht länger als 60 Sekunden. Macht also schlappe 116 Euro für jede gespielte Sekunde von Viva Colonia - und alles nur, um den heimischen  Fans eine Freude zu machen!

Fans feierten das überraschende Cover 

Das ist den Jungs von Metallica allerdings gelungen. Die tanzten und gröhlten fröhlich mit. Die Band spielt auf jedem ihrer Konzerte einen Song aus der Region, meistens sogar in der Sprache des jeweiligen Landes. So sind schon einige tolle Coverversionen entstanden - über die eine oder andere lässt sich mitunter bestimmt streiten. 

Die Höhner, die den Song geschrieben haben, dürfen sich jetzt also über eine Zahlung der GEMA freuen. Ihr Hit hat sich mittlerweile zu einer wahren Gelddruckmaschine entwickelt. Aber dass gerade die Metallegenden ihren Song einmal covern würden, hätten sich die Höhner sicher nicht träumen lassen! Sie geben sich in Interviews sehr stolz - und wollen im Gegenzug jetzt sogar "Nothing Else Matters" von Metallica auf einem ihrer Konzerte covern. 

Die GEMA

Die GEMA, kurz für "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte", verwaltet die Nutzungsrechte von Musikern und Komponisten. Sie hat über 68.000 Mitglieder. Laut dem aktuellen Tarif müssen Veranstalter bei Konzerten mit über 15.000 Zuschauern rund 8% der Erlöse an die GEMA bezahlen. Die stellt das Geld dann wiederrum den Künstlern zur Verfügung. Den Großteil also bezahlt der Veranstalter bei dem Metallicakonzert also an die Band selbst - und einen kleinen Teil nun eben auch an die Höhner. 

Erstellt am 17.06.2019

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