Brian May über Corona - "Das Essen von Tieren hat uns in die Knie gezwungen"

Rock und Tierschutz?

Rockmusik und aktiver Tierschutz? Das geht, und sogar sehr gut. Neben Paul McCartney und Bryan Adams ist Brian May einer der Männer, der sich als Rockmusiker für den Tierschutz und für mehr Nachhaltigkeit einsetzt. 

Der Beatle hat die Nase voll

Erst diese Woche hatte sich der ehemalige Beatle Paul McCartney zur Corona-Situation zu Wort gemeldet. Er ist der Meinung, dass die chinesischen "Wet Markets", auf dem auch lebendige Tiere verkauft werden, an der Corona-Krise Schuld sind und deswegen geschlossen werden müssten. Die hygienischen Standards auf diesen Märkten seien praktisch nicht vorhanden. Bei der Auswahl an exotischen Tieren, die dort zum Verzehr gekauft werden können, vergeht einem Europäer schnell mal der Appetit. Die "mittelalterlichen Zustände" auf diesen Märkten, so McCartney, seien der Grund, weshalb das Covid-Virus ausgebrochen sei. Paul McCartney fordert deshalb die Schließung solcher Märkte. 

Brian May nimmt kein Blatt vor den Mund

Auch der Queen-Gitarrist Brian May ist im Tier- und Umweltschutz aktiv. May setzt sich seit Jahren für ein geschärftes Umweltbewusstsein der Menschen ein. Der Brite hat seine Ernährung umgestellt und lebt seit diesem Jahr sogar völlig vegan. Für ihn macht ein konsequenter Tierschutz nur Sinn, wenn man keine tierischen Produkte isst. Deshalb verzichtet May nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Eier, Milch, Honig, Joghurt und Gelatine

Der Gitarrist hat sich in einem Interview mit "NME", einer britischen Musikzeitschrift, zu dem Thema Corona geäußert. Seiner Meinung nach hat uns der Verzehr von Fleisch "in die Knie gezwungen." Wenn es nach ihm ginge, sollten alle ihr Verhältnis zum Fleisch nochmal überdenken. 

Wenn wir hier wirklich analysieren wollen, wie wir es in Zukunft besser machen können, sollten wir meiner Meinung nach erneut prüfen, ob wir Tiere überhaupt essen sollten. Das ist hier ein zentrales Thema, diese Pandemie schien von Menschen auszugehen, die Tiere essen, und es wird immer bekannter, dass der Verzehr von Tieren unserer Gesundheit eher schadet als ihr nützt.

May, der sich vergangenen Monat noch hoffnungsvoll gegenüber der Corona-Pandemie äußerte, ist der Meinung, dass dieses Virus uns etwas gezeigt hat.

Aber jetzt, wo wir mehr über die Auswirkungen wissen, wie das Essen von Tieren uns als Spezies in die Knie gezwungen hat, denke ich, dass es Zeit ist, unser Leben auf eine Art und Weise zu ändern, dass andere Spezies nicht missbraucht werden.

Brian May über Corona - "Das Essen von Tieren hat uns in die Knie gezwungen"

Foto: shutterstock.com

Erstellt am 16.04.2020

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