Weinblätterdiebe in der Region: Die Reben leiden stark darunter

Einfach nur unverschämt

Säckeweise rauben Pflück-Trupps Wengerter aus. Eigentlich unvorstellbar, dass Leute wirklich Blätter aus Weinbergen klauen. Aber sie tun es, und das führt zu erheblichen Schäden. Blätterdiebe machen jetzt Wengertern in der Region Stuttgart Probleme. Meist mehrere Personen gleichzeitig reißen illegalerweise Blätter von den Rebstöcken.

Vermutlich verkaufen die Diebe die Blätter für teures Geld an die Gastronomie. Aber Diebstahl ist Diebstahl, auch wenn es "nur Blätter" sind. Wengerter stört aber vor allem auch das fehlende Schuldbewusstsein. Werden illegale Pflücker in flagranti erwischt, so akzeptieren viele das Eigentum der anderen trotzdem nicht.
 

Weinblätter für den Eigenbedarf pflücken ist okay

Die Wengerter haben nichts dagegen, wenn jemand gerne einige Weinblätter für den Eigenbedarf frisch von den Reben pflücken möchte.
Kommen diese Menschen einfach zu ihnen und fragen, ob sie ein paar Blätter ernten dürfen, so wird das selten ausgeschlagen. Im Gegenteil, die Wengerter zeigen oft gern, auf welche Blätter die Pflanzen verzichten können und auf welche nicht. Denn wild und wahllos Blätter pflücken, schadet den Reben und damit im Zweifel dem Wein erheblich.

Denn die rabiaten Pflück-Trupps reißen meist die Blätter auf Brust- und Augenhöhe ab – und  das ist genau der Bereich, in dem die Trauben wachsen und die Blätter auch tatsächlich benötigt werden. Sie spenden dem Wein wichtigen Schatten. Werden sie einfach abgerupft, so ist der natürliche Sonnenschutz zerstört. Die Trauben bekommen zu viel Sonne ab.  

Weinblätterdiebe in der Region: Die Reben leiden stark darunter
Erstellt am 05.07.2019

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