Vorerst kein Alkoholverbot - so bereitet sich die Polizei auf das kommende Wochenende vor

Vorerst kein Alkoholverbot - so bereitet sich die Polizei auf das kommende Wochenende vor

Foto: 7aktuell / Simon Adomat

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es am vergangenen Wochenende ordentlich geknallt: 500 Menschen zogen durch die Innenstadt Stuttgarts, verwüsteten Geschäfte und griffen Polizisten an. Jetzt steht das nächste Wochenende vor der Tür - und die Sorge vor weiteren möglichen Krawallen wächst weiter.

Noch keine langfristigen Maßnahmen

Nach Ankündigung der Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land und der engen Zusammenarbeit mit der Polizei sind zwar noch keine langfristigen Maßnahmen beschlossen worden, zumindest ist aber der konkrete Fahrplan fürs Wochenende bekannt. Hier wird zunächst noch von Alkoholverboten abgesehen, auch von zeitlich begrenzten. Stattdessen stockt die Polizei ihre Patrouillen am Schlossplatz und der Umgebung auf. Über 500 Polizisten sollen bereits ab dem Freitagnachmittag zur Verfügung stehen, die dann entweder die Situation beobachten oder auf Abruf verfügbar sind.

Polizei will deeskalieren

Damit will die Polizei zum einen Präsenz demonstrieren, sich zum anderen aber auch die Möglichkeit offenhalten, jederzeit mit anwesenden Kleingruppen in persönlichen Kontakt treten zu können. Statt direkt harte Maßnahmen durchzusetzen, soll der Dialog dabei helfen, eine Wiederholung der vergangenen Ereignisse zu verhindern. Über längerfristige Maßnahmen wie ein Alkoholverbot oder stärkere Überwachung muss dann noch weiter diskutiert werden.

Erstellt am 26.06.2020

Aktuelle Meldungen