Menschenhandel und Gewalt - Betreiber des Bordells "Paradise" muss für fünf Jahre ins Gefängnis

Menschenhandel und Gewalt - Betreiber des Bordells "Paradise" muss für fünf Jahre ins Gefängnis

Menschenhandel, sexuellen Ausbeutung, Zuhälterei, und Betrug - das klingt wie aus einem Krimi. Doch all das war im Bordell "Paradise" in Leinfelden-Echterdingen an der Tagesordnung. Der ehemalige Chef der Bordellkette wurde heute zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hätte schwere Beihilfe zum Menschenhandel geleistet.

Frauen waren misshandelt worden 

Die Prosituierten waren dem Bordell von den Hells Angles und den United Tribuns zugeführt worden. Sie wären von ihren Zuhältern bedroht, geschlagen und erniedrigt worden, um sie gefügig zu machen. Dabei waren manche der Frauen sogar noch nicht mal 21 Jahre alt gewesen. Der Richter erkannte diese Praktiken als reine Geldmacherei an. "Reine Ware" seien die Frauen für die Betreiber gewesen. 

Prozess mit Signalwirkung

Dieser Prozess könnte die Bordellszene noch länger beschäftigen. Nun wurden der Chef der Kette und seine rechte Hand verurteilt, ohne dass sie von konkreten Fällen von Gewalt gegen die Frauen gewusst hätten. Trotz allem hätten sie dies gebilligt - Grund genug für den Richter, sie zu fünf bzw. drei Jahren Haft zu verurteilen. 

Erstellt am 27.02.2019

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