"Sabine" - Alle Infos zum Sturm

Der Sturm "Sabine" wütet nun auch über der Stuttgarter Region. Die Feuerwehr und die Polizei werden im Minutentakt gerufen. Hauptsächlich umgestürzte Bäume, Verkehrsschilder, Baustellenzäune und abgeknickte Ampeln fordern die Beamten. Seit 23 Uhr hatte alleine die Polizei Ludwigsburg 90 Einsätze und es hört nicht auf.  In der Region wurde aber zum Glück bislang niemand verletzt.

"Sabine" -  Alle Infos zum Sturm

Eigentlich sollten die S-Bahnen ab 08:00 wieder regulär fahren. Fernzüge jedoch erst ab 10 Uhr. Die ersten Erkundungsfahrten im S-Bahn-Netz haben allerdings viele Schäden gezeigt, welche mehr Zeit zur Reparatur benötigen. Um 10 Uhr werden weitere Streckenbegutachtungen durchgeführt. 
Daher wird die Betriebsaufnahme bei der S-Bahn Stuttgart aus Sicherheitsgründen vorraussichtlich auf den Mittag verschoben! Auf den Schienen ist in der Stuttgarter Region im Moment nur die SSB unterwegs.

Die Straßen sind voller als sonst. Da keine Züge und S-Bahnen fahren steigen viele auf das Auto um. Bitte vorsichtig fahren! Gefährlich werden können vor allem unerwartete Sturmböen und umfallende Bäume. Außerdem sind im Raum Stuttgart insgesamt 14 Ampeln nicht in Betrieb.

Seit gestern Abend 23:00 Uhr registrierte das Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Ludwigsburg (Stand 07:45 Uhr) rund 150 Unwettereinsätze in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen. 

In Bietigheim-Bissingen stürzten im Ellental größere Flachdach-Teile auf die Straße.  Die Gefahrenstelle befindet sich im Zufahrtsbereich des dortigen Gymnasiums. Da weitere Teile herabzustürzten drohen, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt und das Ellental-Gymnasium bleibt heute geschlossen.

Glück im Unglück hatten die Menschen in einem Wohnmobil in Kaisersbach im Rems-Murr-Kreis. Ein Baum stürzte um und landete
knapp neben dem Wohnmobil.

Auch der Flugverkehr ist betroffen. Bundesweit sind hunderte Flüge nicht gestartet. In Stuttgart wurden alleine 35 Flüge gestrichen. Wenn die Flugzeuge allerdings nicht in Stuttgart landen oder starten können, können die geplanten Weiterflüge ebenfalls nicht stattfinden. Reisende sollen nicht mehr an die Flughäfen fahren, können aber ihren Flug kostenlos umbuchen.

Wenn der Schulweg zu gefährlich ist, könne Eltern ihre Kinder heute vom Unterricht befreien lassen. Darüber muss die Schule allerdings informiert werden. Einige Schulen wurden heute auch komplett geschlossen. Eine offizielle Liste um welche es sich handelt, gibt es nicht.

Erstellt am 10.02.2020

Aktuelle Meldungen