Mit Lärm gegen Lärmbelästigungsklage - Demonstration auf Sindelfinger Marktplatz

Sindelfinger schlagen zurück

Am Mittwoch startete "Sindelfingen Rockt". Eigentlich sollten die nächsten fünf Wochen (immer mittwochs) Tributebands von ABBA, Phil Collins und Co. auf dem Marktplatz in Sindelfingen rocken.
Die Anwohner haben aber beim Verwaltungsgericht in Stuttgart geklagt, weil sie sich in den vergangenen Jahren vom Lärm belästigt gefühlt hätten. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte den Anwohnern in einer Eilentscheidung Recht gegeben. Das Stadtfest musste also weichen, konnte aber glücklicherweise auf den Hofmeister Parkplatz umziehen.

Vor allem Oberbürgermeister Bernd Vöhringer war getroffen. Er hatte gehofft, dass die Veranstaltung im Zentrum stattfinden kann. Aber die Sindelfinger lassen sich nicht unterkriegen.

800 Demonstranten machen Lärm für Sindelfingen Rockt:

Mit Plakaten, Töpfen, Trompeten, Musikanlagen und Megaphonen demonstrieren knapp 800 Leute friedlich gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts und vor allem gegen die Kläger. Unter den Demonstranten war auch Bürgermeister Bernd Vöhringer, der sogar zum Megaphon griff und sich bei seinen Sindelfingern bedankte. Er und die Stadt wollen alles dafür tun, dass die Veranstaltung wieder zurück auf den Marktplatz und somit ins Herz Sindelfingens kommen kann. 

Die Spaßbremsen müssen einstecken

Für die Kläger war die Demonstration ein herber Schlag - denn die Demonstranten haben ihre spontane Veranstaltung bis 22:30 Uhr laut am Leben gehalten. Der Bürgermeister hat die Leute schließlich heimgeschickt. "Sindelfingen rockt" wäre nur bis 21:30 Uhr gegangen. 

Zu dem friedlichen Protest hatte Jörg Mornhinweg am Montagabend in den sozialen Netzwerken aufgerufen. 

Erstellt am 02.08.2019

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