Jessica ist Sexualbegleiterin für Menschen mit Behinderung - doch was ist das eigentlich?

Beruf: Sexualbegleiterin

Jessica Philipps hat einen besonderen Beruf: Sie bietet nicht nur Massagen und Paartherapien an, sondern ist auch Sexualbegleiterin. Damit können viele erst einmal nichts anfangen – genau wie wir. Deswegen wollen wir hier über das aufklären, was Jessica tut. Denn als Hannah Krause und Christian Krack heute Morgen ihre Rechnung gezogen haben, kamen viele Fragen auf. Auch wenn das Thema sehr komplex ist – hier versuchen wir zusammen mit Jessica die wichtigsten Antworten zu geben.

Was macht eine Sexualbegleiterin? 

Jessica aus Leinfelden hilft Menschen, ihre Sexualität auszuleben, wenn sie das ohne fremde Hilfe nicht können. Das betrifft vor allem Menschen mit Behinderungen. Ihnen bietet Jessica an, zusammen mit ihr erotische Erfahrungen zu machen. Dabei steht fest: Es gibt keinen Geschlechtsverkehr oder Küsse auf den Mund. Als Sexualbegleiterin möchte Jessica Menschen mit Behinderung ermutigen, sich selbst helfen zu können. An ihr sollen sie nur "üben", um später bei eigenen Beziehungen schon Erfahrungen gesammelt zu haben. Auch diese Menschen sollen und dürfen Nähe spühren und Liebe erfahren. 

Es gab 2009 eine Behindertenrechtskonvention die besagt, dass auch Menschen mit Behinderung – wie alle anderen auch – ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung haben. 

Jessica Philipps
Sexualbegleiterin

Warum gibt es Sexualbegleiter?

Für Jessica ist klar: Jeder Mensch hat ein Recht auf Sexualität. Auch schwerbehinderte Menschen wollen Lust empfinden und sich einem anderen Menschen nahe fühlen. Jessica bespricht mit jedem ihrer Kunden genau, was sie sich wünschen und versucht dann, so gut es geht auf diese Wünsche einzugehen.

Wie wurde Jessica zur Sexualbegleiterin? 

Schon ihr ganzes Leben hat Jessica mit behinderten Menschen zu tun. Angefangen hat sie mit einem Massagestudio. So kam sie dann zur tantrischen Körperarbeit, bei der es um intensives Erleben des eigenen Körpers geht. Später kamen dann immer mehr Anfragen, ob sie diesen Service auch für Behinderte anbieten würde. Nachdem nach und nach immer mehr Einrichtungen wie die Caritas oder die Diakonie nach Jessicas Diensten gefragt haben, hat sie sich in ihrem Job gefestigt. Seit dem bietet sie eben die Sexualbegleitung an. 

Wo ist der Unterschied zur Prostitution? 

Sexualbegleiter gehen nicht nur auf die körperlichen Bedürfnisse ihrer Klienten ein – hier stehen auch emotionale und therapeutische Aspekte im Vordergrund. Sie gehen also eine zeitlich begrenzte Bindung zu ihnen ein. Während bei der Prostitution nur für bestimme, sexuelle Handlungen gezahlt wird, ist Jessica als Sexualbegleiterin ganz offen und geht genau auf ihre Kunden ein. So kann es auch mal passieren, dass Jessica zusammen mit ihrem Klienten einen erotischen Film ansieht oder eine Massage durchführt.

Das macht eine Sexualbegleiterin:


  Mehr Infos über Jessica

Wir sollen auch Deine Rechnung bezahlen? 

Heute Morgen durften wir die Rechnung von Jessica aus Leinfelden bezahlen. Sie hat uns die Rechnung für ihre Büroeinrichtung geschickt. Und jetzt wollen wir auch Deine Rechnung übernehmen! Schick sie uns ganz einfach - dann musst Du nur noch Radio hören und im richtigen Moment anrufen. Hier kannst Du mitmachen!

Erstellt am 01.10.2019

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