Urteil im Samuraischwert-Prozess – 14 Jahre wegen Mordes

Urteil im Samuraischwert-Prozess – 14 Jahre wegen Mordes

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Der Fasanenhof-Mord sorgte letzten Sommer bundesweit für Entsetzen. Im Stuttgarter "Samuraischwert-Prozess" ist nun nach etwa einem Jahr über die Strafe des Täters entschieden worden. Das Urteil fiel heute Nachmittag am Landgericht Stuttgart. Demnach ist der Verdächtige wegen Mordes zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt. Anschließend wird er bis auf Weiteres in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht. 

Beweislage klar – Motiv nicht 

Dass der 31-jährige Jordanier im Sommer 2019 seinen Mitbewohner mit dem Schwert erstochen hat, war größtenteils unstrittig – die Beweislage war durch mehrere Handyvideos der Tat klar und auch die Zeugenaussage der 12-jährigen Tochter des Opfers belastete den Täter. Was bis zum Ende jedoch unklar blieb, war die Frage nach dem Warum. Die Psychologen konnten kein klares Tatmotiv ausmachen und waren daher auch noch unsicher, ob der Täter wegen religiösen Wahns für schuldunfähig erklärt werden sollte. Auf eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung konnten sich Anklage und Verteidigung jedoch verständigen. 

Erstellt am 27.07.2020

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