Schulen sollen in drei Stufen wieder öffnen - Wie Eltern sich vorbereiten können

Schulen sollen in drei Stufen wieder öffnen - Wie Eltern sich vorbereiten können

Bleiben die Schulen geschlossen?

Derzeitig haben die Schüler und Schülerinnen in Deutschland noch Winterferien. Diese enden jedoch bislang offiziell am 09. Januar, nächsten Montag würde es also eigentlich wieder losgehen. 
Aktuellen Diskussionen der Kultusminister zufolge könnte sich der Schulstart aber wieder nach hinten verschieben. 

Ob und wann die Schulen wieder öffnen ist bislang noch nicht klar. Der endgültige Beschluss wird heute von den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel gefasst.

Baden-Württemberg ist für eine Schulöffnung ab dem 11. Januar - aber lediglich für Grundschulen. Mehrere Bundesländer planen den Schul-Lockdown komplett zu verlängern, wohingegen andere den Schulbetrieb mit erhöhten Schutzmaßnahmen wieder aufnehmen wollen.
Aus der Kultusministerkonferenz ging hervor, dass stark über ein sogenanntes 3-Stufen-System diskutiert wird. Dieses soll die Wiedereröffnung schrittweise, vom Alter abhängig, regeln. 

  • In Stufe 1 dürften Kinder der Klasse 1-6 wieder zur Schule.
  • In Stufe 2 folgen dann höhere Klassen mit ergänzendem Wechselunterricht, bei welchem die Klassen geteilt werden.
  • Stufe 3 wäre wieder der normale Schulbetrieb. 

Abschlussklassen sollen von dem Stufensystem und auch vom Schul-Lockdown ausgenommen sein. Sollte das System so umgesetzt werden, besteht immer noch die Frage, wann es mit der ersten Stufe losgehen soll.
Ab welchen Inzidenzwerten die nächste Stufe eingeleitet werden kann ist noch nicht bekannt. Ebenso ist die Frage offen, ob Deutschland ein gemeinsames Konzept für alle Schulen beschließen wird, oder ob die Regelungen von Land zu Land unterschiedlich ausfallen werden. 

Wie Eltern nun planen sollten: 

Sollte eine Notbetreuung nicht möglich sein, lautet das Stichwort nun "Sonderurlaub". Dieser steht den Eltern jedoch nur zu, sollten sie keine andere "zumutbare" Betreuungsmöglichkeit für Ihre Kinder haben. Arbeitet das andere Elternteil beispielsweise im Homeoffice, entscheidet der Arbeitgeber. Ein weiterer Nachteil ist die Entschädigungsleistung, die lediglich 67 % des Nettogehalts beträgt. Die Sonderleistung ist auf maximal 2016 Euro im Monat beschränkt. Dieser Verlust macht sich schnell im Geldbeutel bemerkbar. Der Anspruch auf den Sonderurlaub ist für jedes Elternteil auf maximal 10 Wochen begrenzt. Alleinerziehende haben demnach 20 Wochen lang Anspruch. 
Eine mögliche Lösung wäre die Nutzung des Urlaubes vom neuen Jahr. Somit müsste man schonmal nicht auf sein volles Gehalt verzichten. 
Arbeitnehmer haben übrigens nicht automatisch das Recht auf Homeoffice. Sollte es keine festgelegten Regelungen geben, entscheidet der Arbeitgeber. 

Erstellt am 05.01.2021

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