Nach brutalem Raubmord in Neuhausen: Urteil gegen Angeklagten gefallen

Nach brutalem Raubmord in Neuhausen: Urteil gegen Angeklagten gefallen

Anfang September des letzen Jahres erschütterte ein brutaler Raubmord die Region. Eine 84-jährige Seniorin war in ihrem Haus niedergeschlagen und daraufhin grausam getötet worden. Heute ist am Landgericht Stuttgart das Urteil gegen einen 30-jährigen Deutschen gefallen. 

Drogen- und Spielsucht als Motiv

Schon im Juli legte der Täter vor dem Gericht ein umfassendes Geständnis ab, nachdem er monatelang zu den Vorwürfen geschwiegen und sie abgestritten hatte. Er hätte Schulden bezahlen müssen, die er aufgrund seiner Drogen- und Spielsucht gehabt hätte. Zuerst habe er sie mit ehrlicher Arbeit als selbstständiger Fliesenleger abstottern wollen - doch dann hätten Drogendealer damit gedroht, seiner Frau und seinem Sohn etwas anzutun. Das veranlasste den Angeklagten letztlich, im Haus der Seniorin einzubrechen.

Trotz Mord keine Beute

Vor Gericht beteuerte der Mann, er habe die Seniorin nicht umbringen wollen. Im Drogenrausch hatte er sie dann jedoch mit einem Hammer erschlagen und danach mit einem Messer auf sie eingestochen. Besonders bitter: der Täter fand im Haus keine wertvollen Gegenstände oder Bargeld, sondern floh mit einer Kreditkarte, dessen PIN er nicht kannte. 

Lebenslange Haft

Heute hat ihn das Gericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes und Raub mit Todesfolge verurteilt. Es stellte auch die besondere Schuldschwere fest.

Erstellt am 15.08.2019

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