Nach Totschlag an 7-jährigem Ole: über 10 Jahre Haft für "Pflege-Oma"

Nach Totschlag an 7-jährigem Ole: über 10 Jahre Haft für "Pflege-Oma"

10,5 Haft Jahre für Elisabeth S.

Weil Elisabeth S. ihr Pflegekind erwürgt hat, ist die 70-jährige Frau zu 10,5 Jahren Haft verurteilt worden. Die Tat in Künzelsau vor knapp einem Jahr stufte das Heilbronner Landgericht als Totschlag ein. Nicht als Mord - obwohl kein Zweifel daran bestand, dass sie die Tat vorsätzlich begangen hatte. Doch die 70-jährige wurde aufgrund eines Hirnschadens als vermindert schuldfähig eingestuft. Die Staatsanwalt ging von Mord aus, forderte aber trotzdem keine lebenslange Haft, sondern lediglich 13 Jahre. Die Pflegeoma habe befürchtet, daß der Junge sie nicht mehr besuche und ihn aus Selbstsucht erwürgt. Die Verteidigerin hatte auf fahrlässige Tötung plädiert.

Die Vorgeschichte:

Elisabeth S. kümmerte sich um den kleinen Ole seit er 1,5 Jahre alt war. Zunächst betreute sie ihn nur, wenn er krank war und nicht in den Kindergarten konnte Doch irgendwann wurde die Bindung zwischen Pflegeoma und Ole intensiver, der Junge kam auch oft über Nacht zu ihr. Oles Mutter Susanne T. (41): „Sie war wie eine Oma für ihn. Er hatte Vertrauen zu ihr.“
Sunanne T. brachte ihren Sohn an einem Freitag zur Pflegeoma. Am nächsten Tag wollte sie ihn abholen, allerdings machte niemand die Tür auf. Sie fand ihren Sohn schließlich tot in der Badewanne. 

Erstellt am 08.04.2019

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