Reiseblog von Nico aus Sindelfingen: Er hat es geschafft - So lief der Ironman für Nico

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Wir begleiten ihn auf seiner Reise zum Ironman

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Das ist Nico Seitter

Nico (28) ist ein begeisterter Sportler aus Sindelfingen. Er ist Vegetarier und begeistert sich schon seit 9 Jahren für den Triathlon. Seine Lieblingssportart ist das Laufen. Er liebt es, sich zu bewegen und gibt alles dafür, seinen Traum zu verwirklichen. Und das hat er jetzt geschafft: Er wird unter den weltbesten Sportlern den Ironman auf Hawaii bestreiten! Dort findet die Weltmeisterschaft des Ironman statt. Er wollte sich bereits 2017 für einen Startplatz auf Hawaii qualifizieren, doch das Rennen lief nicht gut - deshalb scheiterte der erste Versuch. Trotzdem hat er nie aufgegeben und seine Chance 2018 genutzt. In Nizza trat er zur Qualifikation an und wurde Dritter in seiner Altersklasse - in unglaublichen 9 Stunden und 27 Minuten! Das war erst seine zweite Langdistanz - Respekt! Jetzt trainiert er auf Hawaii und wir begleiten seinen Aufenthalt dort.

Was er beim Ironman auf Hawaii leisten muss:

  • 3,8 km Schwimmen durch den Pazifik
  • 180 km Radfahren durch die Lavawüste auf Hawaii
  • 42 km Marathon laufen durch die Lavawüste

Sein Trainingsplan:

Nico arbeitet eine 40 Stunden Woche. Er trainiert pro Woche eine Ironmandistanz auf 5 Tage. Unter der Woche trainiert er nach der Arbeit 2-3 Stunden und am Wochenende variiert das Training zwischen 4-8 Stunden pro Tag.

Das Training vor dem Ironman sieht bei den Sportlern jeden Tag sehr unterschiedlich aus. Die Strecke unter den gegebenen Bedingungen auf der Insel an einem Tag durchzumachen, wäre nicht sinnvoll. Oft trainieren die Triathleten die Ironmandisziplin innerhalb einer Woche. Auch auf die Ernährung muss, wie immer, geachtet werden.

Nicos Reisetagebuch

So verlief der Ironman für Nico!

13.10.2018

Am Wettkampfmorgen war Nico so bereit wie noch nie. Die erste Station: 3,8 km Schwimmen. Sein Start war super, die ersten 1500m hat er sein bestes Schwimmen überhaupt gezeigt. Nach 26:44min war Nico an der ersten Wendeboje. Der Weg zurück war aber etwas länger und gegen die Strömung, so dass es im Endeffekt zu einer Zeit von 1:03h reichte.

Auf dem Rad war es anfangs weniger lustig. Es waren einfach zu viele Athleten gleichzeitig auf der Radstrecke was dazu geführt hat, das sich riesige Pulks gebildet haben. So hatte sich Nico eine WM nicht vorgestellt.
Der Rückweg von Hawi lief dann wirklich gut, die Pulks waren verschwunden und es hat Spaß gemacht Rad zu fahren. Mit leichtem Rückenwind hat Nico sogar eine Radzeit von 4:45h geschafft, anstatt den erechneten 5h. 

Als letztes war der Marathon dran. Ab dem ersten Laufkilometer war die Hitze einfach nur brutal. So heiß wie im Backofen. Die ersten 7 Kilometer waren für Nico die härteste Phase im gesamten Rennen. Ab dem Highway (km 13) kam Nico dann genau in den Flow von Nizza. Es lief alles wie von selbst. Das Energy Lab runter Richtung Wendepunkt hat sich nicht so schlimm angefühlt wie befürchtet. Danach war es wieder erdrückend heiß, sein Rücken hat sich so angefühlt als würde er brennen. Die letzten Meter hat Nico ein anderer Deutscher aus seiner Altersklasse immer wieder angefeuert und gepusht. 100m vor dem Ziel haben sich die beiden die Hand gegeben, Nico hat sich dafür bedankt und ihm den Vortritt gelassen. So konnte jeder sein Finish genießen. 

9:09:22 - Die Zeit steht und Nico kann mehr als zufrieden mit sich sein!
 

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Er hat's geschafft!

13.10.2018

Es ist geschafft! Nico hat den Ironman auf Hawaii bestritten und sogar seine eigene Bestzeit aus Nizza geschlagen! Nach 09:09:22 ist er durchs Ziel gegangen - Was eine Leistung! Herzlichen Glückwunsch!

Nico muss sich nach dem Rennen jetzt erst mal sammeln. Wir informieren euch, sobald wir weitere Infos zu den letzten Tagen von ihm haben! 

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Tag 10 auf Hawaii

10.10.2018

So langsam wird Nico unruhig und nervös - gerade legt er nämlich die Beine hoch, bevor er seinen Körper am Donnerstag wieder langsam für das Rennen am Samstag aktivieren wird. Heute steht also nur Entspannung auf dem Plan - am Pool vor allem, ein paar Sachen organisiert Nico noch.

Und heute erwartete Nico noch etwas, auf das er sich schon lange gefreut hat: heute Abend kam sein letzter und wichtigster Supporter auf Hawaii an. Sein Vater! Damit ist sein Team jetzt vollständig und er kann am Samstag auch auf die komplette mentale Unterstützung seiner Familie zählen.

Der Tag hatte sogar noch ein weiteres Highlight: Nico hat sein großes Vorbild getroffen, den Triathleten Jan Frodeno! Der hat den Iron Man schon zweimal gewonnen und ist Weltrekordhalter. Dieses Jahr ist er leider nicht am Start und Nico war schon traurig, dass er sein Idol wohl nicht sehen würde. Doch dann das - Nico konnte sich ein wenig mit ihm unterhalten, hat sogar ein paar Tipps und ein Foto mit ihm bekommen. 

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Nico zusammen mit seinem großen Vorbild, dem Triathlet Jan Frodeno.

Tag 9 auf Hawaii

09.10.2018

Nico steht jetzt kurz vor dem Ironman und hat uns seine Gedanken und Gefühle dazu in einem Brief mitgeteilt, den Ihr hier lesen könnt:

Time to relax!

 

Ausdauersport funktioniert ähnlich wie das Kochen eines guten Risottos. Man nimmt eine Hand voll Zutaten, in Form von spezifischen Trainingssessions, packt sie zusammen in einen großen Topf und rührt über einen langen Zeitraum. 

Das ist nicht nur extrem anstrengend, sondern macht auch nicht immer nur Spaß. 

Am Ende muss das Risotto, wie auch der Körper, für einem Moment ruhen. Alles muss für eine Weile wirken, ehe es vor dem Servieren mit Parmesan verfeinert und serviert werden kann - ehe der Körper vor dem Wettkampf getapert, für den Wettkampf aktiviert wird.

 

Es gibt gute, genau so wie schlechte Momente. Besonders in den Schlechten, ist es wichtig stets an das Große, an das Ganze zu denken und nicht an die kleinen einzelnen Situationen. Ich denke es ist sehr wichtig jeden Augenblick seines Lebens zu genießen, sich jederzeit zu freuen und Spaß zu haben - es zumindest zu versuchen. Aber ich denke auch, dass man mit dieser Einstellung stillsteht. Das Leben erfordert ebenso Momente die keinen Spaß machen, die wehtun, in denen man sich quält, für einen anderen größeren, glücklicheren Zeitpunkt. Darum, um für sich selbst etwas zu erreichen das bleibt!

Nun steht mir der Moment bevor, auf den ich mich eineinhalb Jahre lang fokussiert habe. Der Moment, für den ich vor neun Jahren beim Joggen um die Alster beschlossen habe mit Triathlon zu beginnen. 

 

Vor diesem lang ersehnten Augenblick zu stehen, bedeutet ganz schön viel Kopfkino.

> Ich drehe die Situation um!

 

Am Samstag ist nicht der Zeitpunkt auf den sich seit Monaten und Jahren all meine sportlichen Gedanken fokussiert haben. Nicht der Moment, aus dem ich all meine sportliche Energie und Motivation gezogen habe. 

 

Es waren viel mehr dutzende Momente - die unzähligen Trainingsstunden, die ich tagein tagaus, mit Freunden oder allein, bei 40 Grad in der Sonne oder bei bis zu -20 Grad im Winter, an der Meeresküste oder im Himalaja, geleistet habe. Es waren die großen Dinge (vielleicht auch Verrückten) ob auf dem Rad, beim Laufen, beim Schwimmen oder auch beim Besteigen von Bergen. All die kleinen Momente sind die Gründe, warum ich das liebe was ich tue. Weshalb ich unzählige Stunden in der Woche damit verbringe meinen Körper zu trainieren. 

 

Ich bin in der glücklichen Situation überhaupt nichts zu müssen, aber viel zu können. Es wird kein schlechtes Resultat geben. Ich bin ebenso in der glücklichen Situation, alle erdenklichen Schmerzen, die es in einem Wettkampf geben kann, schon erlebt zu haben. Und wenn es doch noch welche gibt, die ich bisher nicht kenne, so freue ich mich sie kennenzulernen! 

 

Am Samstag, wenn die Schmerzen kommen, werde ich mich an all die verrückten Dinge der vergangen Jahre erinnern und mich darüber freuen diese gelebt und genossen zu haben. Ich werde mich darüber freuen, dass diese mich bis zum Ironman nach Hawaii getragen haben. 

 

Am Samstagmorgen, werde ich schlicht das machen, was ich seit 17 Jahren mache. Ich stehe auf, frühstücke und gehe zum Sport.

 

Ich bin entspannt!

 

Liebe Grüße von Nico

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Tag 8 auf Hawaii

08.10.2018

Heute standen die letzten Trainingseinheiten auf dem Programm: 30 Minuten Schwimmen (leider ohne die Begleitung von Delfinen) und 45 km Fahrrad. Der Wind hat zugenommen die letzten Tage, sodass du bei Rückwind in der Ebene auch gut über 60 km/h fahren kann. Bläst der Wind dir aber ins Gesicht, fühlt es sich an als fährt man gegen eine Wand.
 

Tag 7 auf Hawaii

07.10.2018

Heute geht es Nico schon deutlich besser. Das verpasste Rennen von gestern wollte er heute genau wie beim Wettkampf am Samstag nachholen: Mit Triasuit und Swimsuit bekleidet. Nico kommt mittlerweile schon besser mit dem Pazifik klar und sein Testrennen verlief sehr gut. Mittags um 1 Uhr ist er zusammen mit Jef noch für einen kurzen Lauf von 8 km ins Engery Lab gegangen. Es war wieder unerträglich heiß.

 

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Tag 6 auf Hawaii

06.10.2018

Am Samstag war ein Schwimmrennen über die 3,8 km lange Ironman Schwimmstrecke für 7 Uhr morgens in Kona angesetzt. Eigentlich wollte Nico daran teilnehmen, doch am Morgen hat er sich nicht gut und sehr schlapp gefühlt. Die bessere Entscheidung: Nur zusehen. 
 

Tag 5 auf Hawaii

05.10.2018

Der Freitag hat mit einer langen Radausfahrt gestartet. 4 Stunden Richtung Süden nach Keokea ist Nico gefahren. Dort sieht alles etwas anders aus: Es gibt mehr Berge, alles ist grün und voller Palmen. In dieser Gegend ist auch generell viel weniger los und die Autofahrer werden relativ aggressiv - Da musste man teilweise wirklich Angst um seine Gesundheit haben.

Tag 4 auf Hawaii

04.10.2018

Heute ist Restday. Das heißt: Einfach nur entspannen und vielleicht ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen. Eine Einheimische hat Nico im Supermarkt bereits Tipps gegeben, was er sich alles auf der Insel anschauen muss. Damit er es nicht vergisst, hat sie es ihm sogar notiert.
 

Tag 3 auf Hawaii

03.10.2018

Am Mittwoch stand Rennen auf dem Trainingsplan. Vor dem Lauftraining wurde aber erst noch kurz geschwommen. Dann lief Nico 10 Kilometer auf der Schlüsselstelle des Ironman - der Sraße zum Natural Energy Lab. Was er vorher nicht erwartet hat: Wie unglaublich heiß es dort werden würde. Abends, bei Sonnenuntergang, ist er erneut laufen gewesen - Das war eindeutig angenehmer und leichter als mittags.

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Tag 2 auf Hawaii

02.10.2018

Heute war Schwimmen dran. 3,3 Kilometer haben Nico und Jef im Pazifik zurückgelegt. Dabei haben sie sogar sechs Delfine gesehen, die unter ihnen getaucht sind. Nico erzählt, wie wunderschön die Unterwasserwelt dort ist. Nach dem Schwimmtraining ging es direkt aufs Rad. 96 Kilometer Richtung Hawi. Die Hitze auf Hawaii ist erdrückend - Man dehydriert wahnsinnig schnell. Mittagessen gab es dann nach 70 Kilometern.
 

Tag 1 auf Hawaii

01.10.2018

Der erste Tag auf der wunderschönen Insel Hawaii! Zusammen mit Jef, den Nico im Flieger kennengelernt hat, war er zwei Stunden auf dem Queen K. Highway mit dem Rad unterwegs, um sich an das Klima zu gewöhnen. Danach ging es dann für 2 Kilometer in den Pazifik, um das Wasser entlang der Schwimmstrecke kennenzulernen. Fazit: Sehr salzig, warm und viele Wellen, sodass es nicht so einfach ist, eine Linie zu finden.

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Ankunft

Am Sonntag, dem 30.09.2018, ging es für Nico los nach Hawaii. Der 23 Stunden lange Flug von Stuttgart nach Kona war sehr anstrengend. Insgesamt war Nico 30 Stunden unterwegs! Schon im Flieger hat er einen anderen Athleten aus Belgien kennengelernt, der ebenfalls in seiner Altersklasse startet: Jef Van Meirhaeghe. Das Ironman Rennen startet am 13.10.2018. Die Tage davor nutzt Nico, um zu traineren und sich mental auf das Rennen vorzubereiten. Auch die Strecke wird genau unter die Lupe genommen. Das Wetter für die nächsten Tage sieht anstrengend aus: Mit über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent sind die Bedingungen für das Rennen auf Kona, Hawaii sicher nicht die Besten. Die Sportler sind über die paar Tage Regen, die ihnen vergönnt sind, bestimmt glücklich. 

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Die Neue 107.7 zahlt seine Rechnung!

28.09.2018

Nico Seitter hat seine Rechnung bei uns auf der Homepage hochgeladen. Am 28. September dann die riesige Überraschung - Hannah und Christian vom Neuen Morgen ziehen seine Rechnung! Fast 900 Euro hat die Anmeldung für den Ironman auf Hawaii gekostet! Doch um die muss er sich jetzt keine Sorgen mehr machen - denn DIE NEUE 107.7 zahlt seine Rechnung! Seitdem fiebert die ganze Redaktion mit ihm mit. Deshalb wollen wir ihn auf seiner Hawaii-Reise begleiten und halten euch jetzt auf dem Laufenden, wie Nicos Vorbereitung zum Ironmans abläuft.

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Die Qualifikation

Es ist sein größter Traum: Den Ironman auf Hawaii bestreiten. 2017 möchte Nico diesen Traum verwirklichen. Er tritt beim Qualifikationsrennen an, scheitert jedoch. Doch Nico will nicht aufgeben. Im nächsten Jahr findet die Qualifikation in Nizza statt und Nico nutzt seine Chance in Frankreich. Und das Ergebnis ist einfach unglaublich: Er wird mit einer Zeit von 9 Stunden und 27 Minuten Dritter in seiner Altersklasse und sicherte sich so einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft des Ironman auf Hawaii. Dem härtesten Ironman der Welt!

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Erstellt am 13.10.2018

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