Nach Fischsterben im Max-Eyth-See: Kuhn stellt neue Maßnahmen vor

Nach Fischsterben im Max-Eyth-See: Kuhn stellt neue Maßnahmen vor

Es war ein grauenhaftes Bild: Anfang September verendeten 50.000 Fische im Max-Eyth-See durch den Sauerstoffmangel im Gewässer. Das THW und der Anglerverein versuchten noch, das Schlimmste zu verhindern. Trotzdem ist das Leben in dem Stuttgarter See laut Angaben des Württembergischen Anglervereins fast nahezu ausgelöscht. Das zeigt nun erste Konsequenzen: die Polizei beschäftigt gerade eine Anzeige gegen Unbekannt, der Anglerverein wirft der Stadt Versagen vor. 

Oberbürgermeister Kuhn kündigt besseres Krisenmanagement an

Darauf hat der Oberbürgermeister Fritz Kuhn heute reagiert. Er möchte mit seinem Krisenmanagement erreichen, dass der See in Zukunft nicht mehr kippt - das ist in den letzten fünf Jahren schon vier Mal passiert. Doch dazu müssen die fundamentalen Probleme des Sees in den Griff bekommen werden.

Verschiedene Maßnahmen geplant 

Die Maßnahmen beinhalten eine nachhaltige Belüftung des Sees mit einem Frühwarnsystem, stationären Pumpen an drei Stellen und einer internetfähigen Überwachung. Auch eine Wasserableitung und Wasserzufuhr mit nährstoffarmen Wasser ist geplant, um das Wachstum von Algen im See zu kontrollieren. Denn die giftigen Stoffe der Blaualgen waren es, die den See Anfang September letztlich zum kippen gebracht hatten.

Mein Ziel als Oberbürgermeister ist es, dass die vielfältige Nutzung des Max-Eyth-Sees erhalten bleiben kann.

Fritz Kuhn
Oberbürgermeister Stadt Stuttgart

Bislang können nur 40 Liter pro Sekunde an Wasser getauscht werden - für einen optimalen Wasseraustausch werden allerdings ganze 200 Liter benötigt. Daraus resultiert ein Mangel an Sauerstoff im nährstoffarmen Gewässer. Die internetfähige Echtzeit-Messstation soll genaue Daten liefern, um schneller auf Sauerstoffabweichungen unter 4mg/l reagieren zu können.

Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas wieder passiert, ist bei einem Stehgewässer wie dem Max-Eyth-See nicht gerade klein. Stuttgart ist eine windarme Region und daher nicht optimal für eine notwendige Aufwirbelung des Gewässers. 

Erstellt am 18.09.2019

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