Autozulieferer Mahle will rund 8000 Stellen abbauen

Stellenabbau bei Mahle

Das Stiftungsunternehmen Mahle will weltweit 7600 Stellen abbauen. Der Zulieferer hat ein straffes Sparprogramm, an dem es festhalten muss. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 72.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. 

3200 Stellen sollen europaweit abgebaut werden. 2000 davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden bereits 380 Stellen in Stuttgart abgebaut, 6700 Stellen weltweit. Wie viele jetzt noch in der Region folgen werden, ist noch nicht bekannt. 

Seit zwei Jahren auf Sparkurs

Seit 2018 folgt das Unternehmen Mahle einem strengen Sparkurs. Mahle Sprecher Ruben Danisch betonte, dass die Corona-Pandemie nicht alleine an dem neuen Stellenabbau schuld ist. Im Jahr 2019 hatte Mahle einen Gewinnverlust von 212 Millionen Euro verkraften müssen. Der Umsatz ging im selben Jahr um 4,2 % auf 12 Milliarden Euro zurück.

Die Corona-Pandemie ist nicht die Ursache der nun verkündeten Maßnahmen, aber natürlich wirkt sie beschleunigend.

In welchem Zeitraum der Stellenabbau stattfinden wird, ist noch nicht bekannt. 

Wieso muss Mahle sparen? 

Das Unternehmen hat nicht nur an den Gewinneinbußen und an der Corona-Krise zu knabbern. Der Druck der Kostensenkung steigt und die nicht sinnvoll genutzte Zeit der vergangenen Jahre holt das Unternehmen ein. Gemeint ist: Die Automobilindustrie verändert sich rasant. Mahle aber zog bisher nicht hinterher. Bis heute liegen keine konkreten Pläne für die Verbrenner-Standorte vor. Das Unternehmen ist schlichtweg zu abhängig von dem Verbrennungsmotor

Das Unternehmen will jetzt mit der Gewerkschaft Gespräche führen. 

 

Autozulieferer Mahle will rund 8000 Stellen abbauen

Foto: Mahle GmbH

Erstellt am 17.09.2020

Aktuelle Meldungen