Lockdown-Verlängerung bis April

Am Montagnachmittag verhandelte die Bundeskanzlerin erneut mit den Ministerpräsident:innen bei einem Bund-Länder-Gipfel über die weiteren Corona-Verordnungen. Bis spät in die Nacht zum Dienstag berieten die Regierungschefs. Die dritte Welle soll ein Stück weit durchbrochen werden, sagte Kanzlerin Merkel am frühen Dienstagmorgen in Berlin. Die geplante "Ruhephase" an den Ostertagen wurde wieder verworfen.

Das ändert sich ab Montag, 29. März:

Der Lockdown wird vorerst bis zum 18. April verlängert.

In Gebieten mit einer Inzidenz über 100 werden die Lockdown-Maßnahmen nochmals verschärft: Mögliche Mittel können Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktbeschränkungen und eine Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten Pkw sein.

Aktualisiert am 24.03.2021, 15:30 Uhr

Die für Gründonnerstag und Karsamstag geplante Osterruhe kommt doch nicht! Bund und Länder nehmen die umstrittene Osterruhe zurück. Das Ganze lässt sich in der Kürze der Zeit nicht rechtssicher umsetzen. Bundeskanzlerin Merkel übernimmt dafür die Verantwortung und spricht von einem Fehler. 

Der Gründonnerstag (1. April) und Karsamstag (3. April) sollten zuvor einmalig als Ruhetage gelten. 

Von Gründonnerstag bis Ostermontag sind private Zusammenkünfte mit maximal einem weiteren Haushalt und höchstens fünf Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.

An Ostern soll es möglichst keine Präsenzgottesdienste geben.

Im öffentlichen oder privaten Raum sind Treffen mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben, zählen als ein Haushalt.

Inzidenz über 100

In Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen gelten verschärfte Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt plus höchstens eine weitere Person. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden ebenfalls  nicht mitgezählt.

Inzidenz unter 35

In Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen sind Lockerungen möglich: Treffen von maximal drei Haushalten mit bis zu zehn Personen möglich. Kinder dieser Haushalte werden bis einschließlich 14 Jahre nicht mitgezählt.

Die Maskenpflicht gilt nun auch für Kinder von sechs bis 14 Jahre. Statt Alltagsmasken müssen auch Kinder eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

In den Schulen wird die erweiterte Maskenpflicht auf die Grundschulen und weiterführenden Schulen für Schüler*innen und Lehrkräfte ausgeweitet. Erlaubt sind nur medizinische Masken oder FFP2-/KN95-/N95-Masken.

Zur Umsetzung der Abstandsregel können die 5. und 6. Klassen, sowie alle Klassenstufen der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie SBBZ mit anderen Förderschwerpunkten mit diesen Bildungsgängen, auf Wechselunterricht umsteigen.

In Gruppen von bis zu fünf Schüler:innen kann Nachhilfeunterricht in Präsenz stattfinden. Es gilt die erweiterte Maskenpflicht.

Für Personal in Kitas, Grundschulförderklassen, Horten, Schulkindergärten gilt eine Maskenpflicht. Außer im ausschließlichen Kontakt mit den Kindern. Die Einrichtungen können weitergehende Regeln beschließen.

Corona-Tests sollen für Schüler, Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte auf zwei Testungen pro Woche ausgeweitet werden.

Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen Unterricht anbieten. Die Kontaktbeschränkungen müssen hierbei eingehalten werden. Eine Notbremse gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 im Stadt-/Landkreis, dann sind nur Online-Angebote erlaubt.

Autokinos können wieder öffnen. Autokonzerte und Autotheater dürfen stattfinden.

In der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie und der medizinischen Fußpflege sind keine Schnelltests mehr erforderlich, wenn bei der Behandlung keine Maske getragen werden kann.

Fahrschulen dürfen Aufbauseminare durchführen.

Volkshochschulen und ähnliche Einrichtungen schließen.

Ballett- und Tanzschulen schließen für den Publikumsverkehr. Mit maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten ist kontaktarmes Training gestattet. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Im Freien und auf Außen- und Innensportanlagen (keine Schwimmbäder) ist Individualsport mit maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten erlaubt. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben zählen als ein Haushalt.

Im Freien ist kontaktarmer Gruppensport mit bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre erlaubt.

Umkleiden oder Aufenthaltsräume dürfen nicht benutzt werden.

Für alle Reiserückkehrer per Flugzeug soll eine generelle Testpflicht vor dem Rückflug eingeführt werden.

Das gilt weiterhin

Eine Notbremse greift konsequent in Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz, an drei aufeinanderfolgenden Tagen, von über 100.

Weitere Lockerungen sind in Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz, an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen, von unter 50 möglich.

  • Die Bürger sollen trotz der Lockerung ihre Kontakte weiterhin auf ein notwendiges Minimum beschränken.
  • Keine unnötigen privaten Reisen und Ausflüge zu touristischen Zielen.
  • Sofern es möglich ist, müssen Arbeitgeber weiterhin den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen. 
  • In Innenräumen gilt weiterhin eine medizinische Maskenpflicht (FFP2 oder OP). Ebenfalls in Bussen, Bahnen und beim Einkaufen in Geschäften.

Am 12. April wollen Bund und Länder erneut zusammenkommen und über das weitere Vorgehen beraten.

Lockdown-Verlängerung bis April

7-TAGES- INZIDENZ-WERT (STAND MONTAG, 22.03.2021, 16:00 UHR)

Landkreis Reutlingen: 114,6
Landkreis Göppingen: 133,3
Landkreis Ludwigsburg: 96,4
Landkreis Tübingen: 70,0
Stuttgart: 86,0
Landkreis Böblingen: 52,7
Landkreis Esslingen: 115,3
Landkreis Rems-Murr-Kreis: 71,4

Erstellt am 23.03.2021

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