Der Knöllchen-König von Leonberg: Darf ich auch Knöllchen verteilen?

Achtung vorm Knöllchen-König:

Tatort: Leonberg, Altstadt - Es ist Markttag und die Leute parken wie die Wilden kreuz und quer über die Straße und im Halteverbot als gäbe es keine Verkehrsregeln. 

Da das Ordnungsamt angeblich nichts macht, haben Anwohner Michael Arendt und seine Ehefrau Regina das Zepter selbst in die Hand genommen und zeigen seit vier Monaten reihenweise die Falschparker an. Die beiden wohnen in einem Haus im zweiten Stock, direkt in der Altstadt und haben einen perfekten Blick über das Geschehen. Die beiden bekommen das Parkchaos jedes Mal mit. 

2200 Anzeigen in nur vier Monaten!

Im März haben die beiden begonnen die nachlässigen Autofahrer anzuzeigen. 2200 Anzeigen hat das Ehepaar bereits in die Wege geleitet! Arendt hat an einem Sonntag sogar mal 112 Autos aufgeschrieben. Das Ehepaar sorgt sich, dass im Notfall keine Feuerwehr und kein Notarzt durch die zugeparkten Straßen kommt.
Arendt trägt die Falschparker handschriftlich in eine Liste ein. 

20.000 Euro hat die Stadt schon verdient 

Die Stadt profitiert regelrecht aus dem pflichtbewussten Bürger. Sie soll bereits 20.000 Euro durch ihn eingenommen haben. Sie will den "Brennpunkt" in Zukunft besser kontrollieren. 

Darf er das überhaupt? 

Tatsächlich ja. Jeder Bürger hat das Recht Ordnungswidrigkeiten den Behörden zu melden. Ob es zu einem Bußgeld kommt, wird das jeweilige Amt entscheiden. Falschparker meldet man außerdem dem Ordnungsamt und nicht der Polizei. 

Erstellt am 06.07.2019

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