Verteidigung und Nebenkläger legen Revision ein - Jaguar-Prozess vor dem Bundesgerichtshof

Verteidigung und Nebenkläger legen Revision ein - Jaguar-Prozess vor dem Bundesgerichtshof

Nebenkläger und Verteidigung legen Revision ein

Der Unfall im vergangenen März erschütterte die ganze Region - ein 21-Jähriger prallte mit einem gemieteten Jaguar in einen Kleinwagen. Zwei junge Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben. Vor einigen Tagen wurde der Unfallverursacher zu einer fünfjährigen Jugendstrafe verurteilt. Gegen dieses Urteil wurde nun von zwei Parteien Revision eingelegt - jedoch aus unterschiedlichen Gründen. 

Als Nebenkläger traten in dem Prozess die Eltern der Opfer auf. Ihr Anwalt forderte jetzt eine Verurteilung wegen Mordes, weswegen der junge Mann ursprünglich angeklagt worden war. Die Staatsanwaltschaft sieht jedoch keinen Bedarf, den Fall neu aufzurollen, wie sie der NEUEN 107.7 auf Anfrage mitteilte. 

Nach Prüfung der Urteilsbegründung, wonach der bedingte Tötungsvorsatz aus tatsächlichen Gründen nicht nachweisbar sei, sehen wir hierzu keinen Anlass.

Heiner Römhild
Staatsanwaltschaft Stuttgart

Der Anwalt des jungen Mannes hat nun ebenfalls Revision beim Gericht eingelegt. Er will jedoch erreichen, dass sein Mandant nur wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wird. Im Prozess hatte er eine Jugendstrafe von höchstens zwei Jahren gefordert. Nun wird der Fall voraussichtlich vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe erneut verhandelt. 

Erstellt am 22.11.2019

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