Harter Lockdown ab dem 16. Dezember: Weihnachten, Schulen, Kitas und Einzelhandel

Änderungen ab 16. Dezember

Dass das Weihnachtsfest in diesem Jahr ein wenig anders ausfallen wird als gewöhnlich, dürfte inzwischen allen klar sein - ebenso Silvester. Die Inzidenz-Zahlen steigen weiterhin in ganz Deutschland an.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich schon am Freitagsabend an die Bürger gewendet und Ausgangsbeschränkungen ausgerufen. Am Morgen hat sich nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mit allen anderen Ministerpräsidenten zusammengesetzt und einen harten Lockdown beschlossen.

Es bestehe dringender Handlungsbedarf.

so die Kanzlerin. Ab Mittwoch, den 16. Dezember wird das Leben drastisch heruntergefahren, denn man müsse nach einer Infektion die Kontakte nachvollziehen können. 

Das heißt, wir brauchen wieder Inzidenzen von 50 und weniger.

Diese Regeln sollen vorerst bis zum 10. Januar gelten. Was heißt das für Dich?

Es dürfen sich weiterhin 5 Personen aus zwei Haushalten treffen. 

An den Weihnachtsfeiertagen (24. bis 26. Dezember) wird es eine Ausnahme geben: wer an Weihnachten jemanden einladen möchte, darf das. Zusätzlich zum eigenen Haushalt dürfen vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis zusammenkommen. Wer sich dafür entscheidet, sollte jedoch davor eine "Schutzwoche" einlegen. Also die Kontakte reduzieren.

An Silvester gibt es jedoch keine Ausnahme.

Viele Einzelhändler müssen schließen. Aber keine Sorge, Geschäfte für den täglichen Bedarf  wie Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Drogerien, Apotheken oder Getränkemärkte dürfen geöffnet bleiben.

Auch Banken und Postämter bleiben weiterhin geöffnet.

Ab dem 16. Dezember wird es für Schüler keine Präsenzpflicht mehr geben. Kinder sollen (wenn möglich) zu Hause bleiben. Im Gegenzug wollen die Länder aber eine Notbetreuung einrichten.

Am 31. Dezember und am 01. Januar soll es ein "An- und Versammlungsverbot" geben. Außerdem darf auf öffentlichen Plätzen, die von den einzelnen Kommunen bestimmt werden, nicht geböllert werden. Jedoch gelten im Baden-Württemberg weiterhin die Ausgangsbeschränkungen.

Der Verkauf von Feuerwerk ist dieses Jahr ebenfalls untersagt.

Die Dienste der Gastronomien können weiter in Anspruch nehmen. Die Mitnahme oder das Liefern von Essen ist weiterhin erlaubt.

Seit Samstag gibt es in Baden-Württemberg Ausgangsbeschränkungen. 

Der Aufenthalt außerhalb der Wohnung von 20 bis 5 Uhr ist nur erlaubt, wenn man:

  • zur Arbeit geht
  • in die Schule oder zur Kita geht
  • zum Arzt muss
  • Minderjährige oder hilfsbedürftige Personen begleitet
  • Sterbende begleitet
  • Tiere versorgen muss  (z.B. Gassi gehen)

Ab Mittwoch darf man in der Öffentlichkeit keinen Alkohol mehr konsumieren.

Am 05. Januar treffen sich die Ministerpräsidenten erneut mit der Kanzlerin, um über das weitere Vorgehen zu diskutieren. Die neuen Maßnahmen würden dann am 11. Januar in Kraft treten.

Harter Lockdown ab dem 16. Dezember: Weihnachten, Schulen, Kitas und Einzelhandel
Erstellt am 13.12.2020

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