Bis Ende Oktober keine Großveranstaltungen - ist das der "Todesstoß" für die Schausteller?

Keine Veranstaltungen bis Ende Oktober 

Nach dem gestrigen Treffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs verständigten sie sich auf weitere Neuerungen im Umgang mit der Coronakrise. Schulen sollen nach den Sommerferien wieder im normalen Regelbetrieb laufen - Großveranstaltungen bleiben aber weiterhin bis Ende Oktober untersagt. 
Das Ergebnis auf das sich Bund und Länder geeinigt haben gilt allerdings nur, wenn sich bis zum Ende der Sommerferien die Infektionslage nicht verschlechtert hat. Die derzeitigen Hygieneregeln wie die Abstands- und Maskenpflicht in öffentlichen Räumen bleibt weiterhin bestehen - sie haben sich bewährt, so Kanzlerin Merkel.

Schaustellerverband will klagen 

Das Großveranstaltungs-Verbot gilt für alle Veranstaltungen bei den die gegebenen Hygieneregeln wie die Abstandsregel und die Kontaktverfolgung nicht eindeutig einhalten kann. 

Gegen diese Auflagen will sich jetzt das Schaustellergewerbe wehren - sie gehen gleich in die Offensive. Zurzeit bereiten sie eine Klage im Eilverfahren vor dem bayrischen Verfassungsgericht wegen Ungleichbehandlung vor. Klagen aus anderen Regionen könnten folgen. 
Der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds Albert Ritter, moniert, dass das Verbot pauschal für alle Großveranstaltungen gelte. Sinnvoller wäre eine Einzelfallprüfung, denn auch auf der Kirmes könne man die Abstands- und Maskenpflicht durchsetzen und einhalten. 

Bis Ende Oktober keine Großveranstaltungen - ist das der "Todesstoß" für die Schausteller?
Erstellt am 18.06.2020

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