Neuer Hightech-Straßenbelag soll Feinstaub am Neckartor fressen

Nach der Mooswand, den Feinstaubsäulen und den Kehrmaschinen hat die Stadt nun den nächsten Plan für das Stuttgarter Neckartor vorgestellt: ein neuer Hightech-Straßenbelag soll die Schadstoffbelastung an der dreckigsten Straße der Stadt senken. 

Konkret geht es um die Reduzierung der Stickoxide am Neckartor. Seit Freitag wird der Fahrbahnbelag dort erneuert, eine Umleitung für Autofahrer Richtung Esslingen wurde bereits eingerichtet. Stadteinwärts ist die Straße momentan auf zwei Spuren verengt. Damit das Ganze schnell umgesetzt werden kann, wird auch nachts gearbeitet.

Der neue Straßenbelag trägt den schönen Namen "Clean Air" und ist mit einer besonderen Deckschicht versehen. Sie enthält Titanoxid, die giftige Stickoxide abbauen und in unschädliche Stoffe umwandeln soll. Bisher wurde der Belag nur im Labor gestestet - am Neckartor befindet sich nun die bundesweit erste Pilotstrecke. 

Der Fahrbahnbelag wird auf der B14 zwischen der Willy-Brandt-Straße und der Cannstatter Straße verlegt.

Insgesamt betragen die Kosten für den Abschnitt rund 700.000 Euro. Davon übernimmt das Land bis zu 200.000 Euro - also 50% der Kosten für die spezielle Deckschicht. Die Stadt muss sich um die restlichen 50% und die Erneuerung der darunterliegenden Asphaltschichten kümmern.

Neuer Hightech-Straßenbelag soll Feinstaub am Neckartor fressen
Neuer Hightech-Straßenbelag soll Feinstaub am Neckartor fressen
Neuer Hightech-Straßenbelag soll Feinstaub am Neckartor fressen
Erstellt am 15.04.2019

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