Demos in Stuttgart

Demos in Stuttgart

Fahrverbote, S21, Gleichberechtigung - Demonstrationen in Stuttgart

Viele Stuttgarter engagieren sich immer mehr in der Öffentlichkeit. Sie wollen ein Teil sein und das Leben in Stuttgart mitgestalten und verändern. Immer mehr Leute gehen auf die Straße und demonstrieren für ihre Forderungen. 

Demos in Stuttgart

Demo-Chaos in Stuttgart - Pro Diesel, gegen Fahrverbote

Seit dem 01. Januar gelten in Stuttgart die Fahrverbote für die Euro 4 Diesel - und seitdem kommt die Stadt nicht mehr zur Ruhe. Verschiedene Protestgruppen demonstrieren für den Diesel, Privatpersonen sowie Parteien setzen sich gegen die Fahrverbote ein. Auch über die Anzahl der Demonstranten wird schon gestritten. 

Doch wer verfolgt welche Ziele? Welche Demonstrationen gibt es und wann finden sie statt? Wir versuchen, uns einen Überblick über die Protestbewegungen zu verschaffen und die drängendsten Fragen zu klären.

Am Samstag, den 09.02.2019, demonstrierten zwei Gruppierungen gegen die Fahrverbote.

Die ursprüngliche Protestbewegung wurde von Porschemitarbeiter Ioannis Sakkaros initiiert, der mittlerweile fast schon berühmt ist. Er ist selbst von den Fahrverboten betroffen und gründete eine unpolitische Bewegung, die für eine andere sinnvolle Lösung demonstriert. Denn die Fahrverbote würden hauptsächlich kleine Leute betreffen, die sich die Neuanschaffung eines PKWs nicht leisten könnten. Seine Protestgruppe demonstriert jeden Samstag gegen die Fahrverbote. 

Es auch eine politische Kundgebung für den Diesel. Neun Parlamentarier haben am 09.02. ihre Ablehnung des Fahrverbots bekunden. Darunter waren Abgeordente von CDU, FDP und der freien Wähler.

Vasilis Topalis, Mitorganisator der unpolitischen Protestbewegungen, sieht die Kundgebung der Parteien kritisch. Sie würden versuchen, mit ihrer Demonstration Wählerstimmen abzufangen und von der bereits bestehenden Demonstration zu profitieren. Topalis und Sakkaros betonen, dass ihre Protestbewegung unparteiisch bleiben soll. 

Bei den Demonstrationen am 09.02. waren etwa 1300 Menschen anwesend.

Die Demonstrationen richten sich gegen die Fahrverbote, die nun in Stuttgart beschlossen sind und durchgesetzt werden. Euro 4 Diesel dürfen seit 01.01.2019 nicht mehr nach Stuttgart fahren, Euro 5 Diesel könnten ab nächstem Jahr betroffen sein. Den Demonstranten geht es darum, eine für die Bürger sinnvolle Lösung zu finden. Denn viele zweifeln die Stickoxidgrenzwerte an und fordern, dass diese überprüft werden. 

Die unpolitische Demonstration findet seit Anfang Januar jeden Samstag statt. Am 16.02. beginnen die Kundgebungen um 15 Uhr und enden um 17 Uhr. Als Ort ist die Ecke Heilmannstraße/Neckartor angegeben.

Nein. Die B14 war in der Vergangenheit für die Anti-Fahrverbote-Demo gesperrt worden - doch die Organisatoren wollen nicht den Zorn der Autofahrer auf sich ziehen. Deswegen demonstriert die Protestbewegung rund um Ioannis Sakkaros nun in der Heilmannstraße - eine Querstraße zum Neckartor. Diese wird deswegen am Samstagnachmittag gesperrt sein.

Über die Teilnehmerzahlen der Demo herrscht Uneinigkeit. Laut den Veranstaltern kamen zur ersten Kundgebung am 12. Januar rund 250 Menschen, bei der vorletzten sollen es rund 2000 Menschen gewesen sein. Die Polizei zählte allerdings nur 800 Leute. Die Demonstranten zweifelten die Zahlen der Polizei daraufhin an, welche nun angekündigt hat, zukünftig keine Zahlen mehr zu veröffentlichen. Bei den Demonstrationen am 09.02. waren laut Veranstalter 1300 Menschen anwesend.

Demo für Alle

Am 25.01.2019 fand in Stuttgart die "Demo für Alle" statt. Diese setzte sich aus ultra konservativen Menschen zusammen, die gegen Homosexualität in den Bildungsplänen der Schulen demonstrieren. Die meisten Vertreter der "Demo für Alle", die gegen den neuen Bildungsplan sind, werfen den Vertretern des neuen Bildungsplans mittlerweile eine "Pornografisierung der Schule" vor. Dabei ging es bei dem neuen Bildungsplan um etwas ganz anderes! Die Schüler sollen einfach lernen, dass sexuelle, ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt normal ist und zu unserem heutigen Leben dazugehört.

Gegendemo zu der 'Demo für Alle'

Viele Stuttgarter wollten diese Ignoranz und konservative Intoleranz nicht akzeptieren und haben deswegen eine Gegendemo organisiert!
Schüler im Südwesten sollen lernen, sexuelle und religiöse Vielfalt zu akzeptieren. Das besagt der eine Leitsatz im neuen Bildungsplan. Außerdem wollten sie gegen Rassismus und Homophobie demonstrieren. Mit Regenbogen Flaggen wollen sie friedlich zeigen, dass an Homosexualität nichts Verwerfliches ist und mittlerweile von der Gesellschaft akzeptiert sein sollte. Ursprünglich war die Gegendemo nur als kleine Veranstaltung unter dem Motto "Gemeinsam Vielfalt erleben" gedacht. Sie wurde jedoch wegen den Ereignissen in Chemnitz erweitert. Sie haben gegen Homophobie, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit demonstrieren. 

Demos in Stuttgart
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Demos in Stuttgart
Demos in Stuttgart

Deshalb ist die Situation so eskaliert

Schüler sollen lernen, sexuelle, ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt zu akzeptieren und sich damit beschäftigen.

Leitsatz
Im neuen Bildungsplan

Lederpeitsche und Fetische wie Windeln, Lack und Latex wollen sie als Lehrgegenstände in die Bildungspläne integrieren.

Bernd Saur
Landesvorsitzender des Philologenverbandes in Baden-Württemberg

Das ist der Grund, wieso die ganze Situation so eskaliert ist. Unter dem Motto "Ehe und Familie vor" demonstrierten schon tausende Menschen gegen den neuen Bildungsplan. Mit der Petition "Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens" sammelten die Gegner der Vielfalt schon 192.000 Unterstützer. Die Formulierung lässt Spielraum und Raum zum Interpretieren. So regte sich zum Beispiel Bernd Saur auf, der Landesvorsitzende des Philologenverbandes in Baden-Württemberg.

Ein Beispiel

So ist es heute:

Alle Matheaufgaben sehen heute so oder so ähnlich aus:
Herr und Frau Müller gehen einkaufen....

 

Neuerung:

Von 50 Matheaufgaben gibt es eine Aufgabe, die so aussieht:
Herr und Herr Müller gehen einkaufen...
oder Frau und Frau Müller gehen einkaufen...

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