Maßnahmen gegen Corona - welche Geschäfte bleiben geschlossen, was darf ich? FAQ

Maßnahmen gegen Corona - welche Geschäfte bleiben geschlossen, was darf ich? FAQ

"Die Lage ist ernst"

Kanzerlin Merkel hat sich heute Abend in einer Ansprache im Fernsehen an die Bürger in Deutschland gewendet. Ihre Botschaft: solidarisch sein, Sozialkontakte vermeiden und sich an die Regeln halten. Diese Regeln hat Ministerpräsident Kretschmann schon Anfang der Woche für Baden-Württemberg verkündet - ab heute gelten sie im ganzen Land. Doch was besagen diese Maßnahmen überhaupt? Welche Geschäfte haben noch geöffnet, was darf ich weiterhin tun und wie lange gelten die Einschränkungen? Wir geben Euch einen Überblick! 

Alle Geschäfte, die zum Leben notwendig sind, bleiben weiterhin geöffnet. Dazu zählen natürlich Supermärkte und Drogerien. Ebenfalls Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste und Hofläden. Damit die Trinkversorgung weiterhin gewährleistet ist, bleiben auch alle Getränkemärkte geöffnet. Die gesundheitliche Versorgung besteht ebenfalls weiterhin, Apotheken, Sanitätshäuser, Reinigungen, Waschsalons bleiben ebenfalls geöffnet. Wer Angst hat, dass sein Tier nichts zu Essen bekommt, kann seine Sorgen ablegen. Tierbedarfsmärkte werden nicht geschlossen.

Weitere Geschäfte, die geöffnet bleiben:

  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Bau-, Gartenbaumärkte, sowie der Großhandel

Hier wurde sogar eine weitere Regel eingeführt. Diese Geschäfte können jetzt sogar an Sonntagen und an Feiertagen geöffnet werden.
 

Derzeit wurden alle Gaststätten geschlossen. Dazu zählen Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen.

Restaurants, die Speisen und Getränke anbieten, dürfen allerdings unter einigen Bedingungen weiterhin geöffnet bleiben. Dazu zählen unter anderem die Öffnungszeiten. Restaurants dürfen nicht vor sechs Uhr öffnen. Um 18 Uhr werden dann auch hier die Türen geschlossen. Außerdem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern bestehen. Das heißt: Tische oder Stehtische müssen weit genug voneinander entfernt stehen.
 

Seit Dienstag sind alle Schulen und Kindergärten im Land geschlossen. Das hat Winfried Kretschmann mitgeteilt. Darunter fallen auch Berufsschulen. Prüfungen, Klassenarbeitstermine und Präsentationen wurden verschoben. Teilweise werden die Schüler von zuhause unterrichtet, je nachdem wie die Schulen technisch ausgestattet sind. 

Die Schließungen sollen bis Ostern gelten. Was bedeutet das für Eltern und Arbeitnehmer? Hier klären wir Euch über Eure Rechte auf. 

Kinder, die keine Schule haben, können sich allerdings auch nicht anders beschäftigen. Jugendhäuser sind ebenfalls geschlossen, genauso wie Akademien und Volkshochschulen.

Nicht nur Fitnessstudios sind geschlossen. Die Vereine dürfen weder Tuniere spielen, noch trainieren. Das gilt für Klein und Groß. Vom Laie bis hin zum Profi. 

Öffentliche Spiel- und Bolzplätze sind ebenfalls geschlossen, auch alle Schwimmbäder, Thermen oder Saunen.

Bars, Cafés und Clubs bleiben geschlossen. Wer Langeweile hat, kann jedoch zum nächsten Friseur gehen oder sich eine Zeitung kaufen, denn Friseure und der Zeitungsverkauf bleiben geöffnet. Für diese Geschäfte gilt ebenfalls die Regel, dass sonntags und an Feiertagen geöffnet werden kann.

Dafür muss das Heimkino oder der Laptop herhalten, denn öffentliche Kinos, Museen, Theater, Schauspielhäuser, Tier und Freizeitparks wurden für die nächste Zeit auch dichtgemacht.

Auch Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und Bordelle wurden geschlossen. Messen, Veranstaltungen und Events aller Art sind ebenfalls untersagt.

Grundsätzlich gilt: Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind derzeit in Baden-Württemberg verboten. Das gilt auch für private Feiern wie zum Beispiel Hochzeiten. Das Sozialministerium rät, auch Veranstaltungen mit weniger als 100 Gästen abzusagen, um die Ausbreitung des Virus nicht zu beschleunigen. Hier besteht allerdings kein Verbot. 

Alle Reisen, die nicht unbedingt notwendig sind, sollten abgesagt werden. Auch Reisen innerhalb Deutschlands sollten nur erfolgen, wenn es nicht vermeiden lässt. Wer ins Ausland muss, kann sich auf der Homepage des Auswärtigen Amts über Reisebestimmungen im Zielland informieren. Deutsche Staatsbürger, die sich gerade noch im Ausland befinden, werden natürlich zurückgeholt - ansonsten gilt ein Einreisestopp in den Schengenraum für Nicht-EU-Bürger. 

Laut der Verordnung des Sozialministeriums gelten die Maßnahmen vorerst bis zum 15. Juni 2020 - also fast drei Monate lang. Allerdings hält sich das Ministerium offen, die Beschränkung auch schon früher wieder aufzuheben. Es kommt ganz darauf an, wie schnell sich das Virus ausbreitet und ob die Maßnahmen greifen. 

Die Antwort darauf lautet: Ja! Gegen einen Spaziergang an der frischen Luft ist absolut nichts einzuwenden. Das stärkt sogar das Immunsystem! Allerdings solltet Ihr darauf achten, anderen Menschen dabei nicht zu nahe zu kommen. Den Shoppingtrip in der Innenstadt oder sonstige große Menschenansammlungen solltet Ihr natürlich erst mal absagen. 

Erstellt am 18.03.2020

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