Rems-Murr-Kreis: Verdacht auf Corona Virus - hat das Virus jetzt auch die Region erreicht?

CORONA VIRUS IM REMS-MURR-KREIS?

Der Corona-Virus plagt seit Wochen die Menschen rund um den Globus. Die ersten Fälle stammen aus der Region Wuhan in China. Seitdem kostete das Virus hunderte Menschen das Leben. Langsam aber sicher bahnt das Virus sich seinen Weg nach Europa. In Frankreich und in Bayern wurden bereits Fälle bestätigt. 

JETZT AUCH IN BADEN-WÜRTTEMBERG?

Aktuell werden neun Menschen aus Baden-Württemberg untersucht, weil sie Kontakt mit dem Corona-Patienten aus Bayern hatten. Einer der Betroffenen stammt aus dem Rems-Murr-Kreis. Ob die betroffene Person ein Mann oder eine Frau ist, ist nicht bekannt. 
Mit der Gruppe wurden mehrere Tests durchgeführt, die allerdings ergebnislos waren. Dennoch müssen die betroffenen Personen vorsichtig sein. 

Gestern wurde die Person aus dem Rems-Murr-Kreis untersucht. Das endgültige Ergebnis steht fest: Die Proben waren negativ. Die Person steht absofort nicht mehr unter Quarantäne.

NOCH FRAGEN ZUM CORONA VIRUS? 

Wir haben eine Info-Seite über das Virus erstellt. Hier findet Ihr alles was Ihr über das Virus wissen müsst. Wenn Ihr noch mehr Fragen habt, könnt Ihr Euch an die Notfall Hotline des Landesgesundheitsamt Stuttgarts wenden. 

Notfall Hotline

07 11 / 90 43 95 55

Coronavirus - Fragen und Antworten

Es gibt über 100 Arten von Coronaviren. Viele dieser Viren sind nur für Tiere gefährlich - vier Arten sind jedoch auch für den Menschen ein Problem. Lange glaubten Forscher, dass Coronaviren lediglich leichte Infektionen der Atemwege verursachen können. Das änderte sich jedoch mit der Entdeckung des SARS-Virus, der 2002 und 2003 eine große Epidemie in China auslöste. Dabei erkrankten über 8000 Menschen. Der Virus, der jetzt um die Welt geht, heißt 2019-nCoV. Seinen Namen hat er durch seine Form unter dem Mikroskop bekommen, die einer Krone ähnelt. 

Eine Infektion löst starke Erkältungssymptome aus: dazu gehören Husten, Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Auch eine Lungenentzündung kann die Folge einer Coronavirusinfektion sein. Um abzuklären, ob ein Patient an dem Coronavirus erkrankt ist, genügt ein Rachenabstrich. Dieser wird dann in einer Klinik untersucht - in Stuttgart kann das Landesgesundheitsamt einen Schnelltest durchführen. 

Da das Virus noch nicht erforscht ist, kann man diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau beantworten. Das Robert-Koch-Institut und die WHO gehen momentan von einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen aus. 

Eine spezielle Behandlung für das Coronavirus gibt es leider noch nicht. Allerdings konnten in China schon etliche Menschen wieder aus den Kliniken entlassen werden. Hauptsächlich wird der Körper bei der Bekämpfung der Viren unterstützt - unter anderem mit Sauerstoffzugabe oder Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts. Viele Labore arbeiten mit Hochdruck daran, einen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln, unter anderem in Tübingen. 

Für einen gesunden Menschen ist das Coronavirus nicht gefährlicher als andere Viren in der Erkältungszeit. Nur alte Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko, aufgrund des Coronavirus ernsthaft krank zu werden. Experten haben derzeit eine Sterberate von bis zu 2% errechnet. Bei gesunden Menschen ist sie allerdings viel niedriger - hier liegt sie bei 0,1 bis 0,2%. Zum Vergleich: allein Deutschland sind 2020 schon über 40 Menschen an dem Grippevirus gestorben. 

Um eine Ansteckung zu vermeiden, gilt das Gleiche wie bei allen anderen Viren:

  • gute Händehygiene
  • nicht in die Hände nießen, sondern in ein Taschentuch oder die Armbeuge
  • Abstand zu Erkrankten halten
Erstellt am 06.02.2020

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