Bundestag beschließt bundesweite einheitliche Corona-Notbremse: das ändert sich

Der Bundestag hat der Änderung des Infektionsschutzgesetzes und somit auch der einheitlichen "Corona-Notbremse" zugestimmt. Morgen muss noch der Bundesrat zustimmen, das gilt aber als Formsache. Damit können die bundesweit einheitlichen Corona-Maßnahmen frühestens ab Samstag in Kraft treten. Ziel ist es dadurch vor allem die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Aber was bedeutet das jetzt und was ändert sich für uns in Baden-Württemberg? Sobald in einem Landkreis der Inzidenzwert drei Tage lang über 100 liegt, müssen dort ab dem übernächsten Tag folgende Maßnahmen gelten.

Die bundesweiten Regeln:

Treffen sind pro Haushalt nur mit einer weiteren Person eines anderen Haushaltes erlaubt.

Zwischen 22 Uhr und 05 Uhr gilt eine nächtliche Ausgangssperre und das Zuhause darf nur noch mit einem triftigen Grund, z.B. wegen der Arbeit oder einem medizinischen Notfall, verlassen werden. Spazieren gehen oder Joggen, darf man bis 24 Uhr.

Schulen und Kitas müssen schon ab einer Inzidenz von 165 schließen. Davor lag die Grenze bei 200. Abschlussklassen sind davon ausgenommen.

Bis dahin müssen alle Schüler:innen, egal welcher Klasse, in den Wechselunterricht. Also zwischen Präsenz- und Fernunterricht abwechseln. Im Präsenzunterricht gilt für Schüler:innen und Lehrer:innen eine Testpflicht.

Für Kitas geht der Betrieb bis dahin, wie bisher weiter.

Unter der Beachtung der Hygienekonzepte und der Maskenpflicht darf der Lebensmittelhandel einschließlich der Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte offenbleiben

Im Dienstleistungsbereich bleibt alles, was nicht ausdrücklich untersagt wird, offen, also beispielsweise Fahrrad- und Autowerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen und ähnliches.

Alle körpernahen Dienstleistungen, wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie von kosmetischen Fußpflegeeinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen sind untersagtMedizinisch notwendige Behandlungen, wie Physio- und Ergotherapie, Logopädie oder Podologie, dürfen weiter ausgeführt werden.

Ausgenommen ist hier der Friseur, dieser darf mit einem negativem Schnelltest, einer vollständigen Impfung oder einer nachweislich durchgemachten Infektion besucht werden.

Bis zu einer Inzidenz von 150 ist Click & Meet mit einer verbundenen Testpflicht möglich. Also Shoppen mit vorheriger Terminvereinbarung. 
Der Click & Collect Service kann immer genutzt werden.

Kindern bis 14 Jahren dürfen weiterhin in Gruppen Sport machen.

Erwachsene nur alleine, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Haushaltes.

Der Arbeitgeber muss zwei Tests pro Woche bereitstellen. Der Arbeitnehmer ist aber nicht dazu verpflichtet dieses Angebot auch zu nutzen.

Für vollständig Geimpfte entfällt die Test- und Quarantäne-Pflicht.
 

Zusammengefasst ändert sich für uns in Baden-Württemberg und der Region nicht wirklich was, da die Maßnahmen schon davor streng durchgesetzt worden sind.

Der gesenkte Inzidenzwert für die Schließung der Schulen und Kitas, die Erlaubnis für Gruppensport für Kindern und die strengeren Maßnahmen beim Click & Collect Service sind die wesentlichen Änderungen.
Die Ausgangssperre soll von 21 Uhr auf 22 Uhr verschoben werden.

Gelten soll das Ganze bis Ende Juni.

Bundestag beschließt bundesweite einheitliche Corona-Notbremse: das ändert sich

ANTEIL DER FREIEN INTENSIVBETTEN (Stand 21.04.2021, 10:19 UHR) 

  • Landkreis Reutlingen: 5%, 1 Intesivbett von 20 ist frei 
  • Landkreis Göppingen: 8,11%,Intesivbetten von 37 sind frei
  • Landkreis Ludwigsburg: 1,03%, Intesivbett von 97 ist frei
  • Landkreis Tübingen: 6,49%, Intesivbetten von 77 sind frei
  • Stuttgart: 14,23%, 35 Intesivbetten von 246 sind frei
  • Landkreis Böblingen: 0%, 0 Intesivbetten von 35 sind frei
  • Landkreis Esslingen: 1,54%,Intesivbett von 65 ist frei
  • Landkreis Rems-Murr-Kreis: 4,17%,Intesivbetten von 48 sind frei
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Erstellt am 21.04.2021

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