Böblingen, Rems-Murr, Göppingen: in diesen Landkreisen gelten strengere Regeln

Böblingen, Rems-Murr, Göppingen: in diesen Landkreisen gelten strengere Regeln

Aktuell spitzt sich die Lage der Corona-Pandemie weiter zu. Viele sprechen von einer zweiten Welle. Das RKI hat heute Morgen über 6500 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet - das ist ein neuer Rekord und übertrifft selbst die Zahlen im März. Aus diesem Grund hat sich Bundeskanzlerin Merkel gestern mit den Ministerpräsidenten der Länder getroffen, um über das weitere Vorgehen in der Coronakrise zu sprechen.

Corona-Hotspots

Besonders von der Pandemie betroffen sind die sogenannten Corona-Hotspots: also Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz über 50. In der Region rund um Stuttgart haben diese Zahl bereits der Landkreis Ludwigsburg, Stuttgart und Esslingen überschritten.

7-Tages-Inzidenz über 35 in der Region:

  • Landkreis Böblingen 42,8
  • Landkreis Göppingen 35,6
  • Landkreis Rems-Murr-Kreis 35,3 
  • Landkreis Reutlingen 39,0 
  • Landkreis Tübingen 46,8
  • Mannheim 48,6 
  • Ulm 36,3 

7-Tages-Inzidenz über 50 in der Region:

  • Landkreis Esslingen 80,2 
  • Landkreis Ludwigsburg 51,2
  • Heilbronn  51,3 
  • Stuttgart 71,4

Neue Regelungen

Die Ministerpräsidenten haben sich für einheitliche Regeln für die Hotspot-Regionen entschieden. Folgendes wurde beschlossen:

Wenn ein Landkreis die 7-Tages-Inzidenz von über 35 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner erreicht hat, wird eine Maskenpflicht eingeführt - genau dort, wo die Menschen den Mindestabstand von 1,5 m nicht einhalten können.

Wenn der Inzidenzwert noch weiter steigt und die 50er Marke knackt, wird die Maskenpflicht erweitert.

Schon während der ersten Corona-Welle wurden die Kontakte zu vielen Menschen drastisch unterbunden. Nun kommen erneute Kontaktbeschränkungen auf uns zu.

Auch bei privaten Feiern kommt es darauf an, welchen Inzidenzwert der jeweilige Landkreis überschritten hat. Bei einer Inzidenz von über 35 dürfen sich in privaten Räumen zukünftig nur noch zehn, in öffentlichen angemieteten Räumen maximal 25 Personen treffen.

Wenn ein Landkreis die 50er Marke überschreitet, sinkt die Teilnehmerzahl erneut. Dann dürfen sich nur noch zehn Personen aus zwei Haushalten treffen - egal ob privat oder im öffentlichen Raum.

Wenn man binnen zehn Tagen keine Veränderung der Zahlen sieht, wird die Teilnehmerzahl nochmal halbiert - auf fünf Personen.

In der Gastronomie greifen erst Maßnahmen bei einer 7-Tages-Inzidenz von 50. 

Wenn dieser Fall wie zum Beispiel in Stuttgart eintrifft, gibt es ab 23 Uhr eine Sperrstunde. Zusätzlich zur Sperrstunde kommt ein sogenanntes „generelles Ausgabeverbot von Alkohol“ hinzu.

Bald sind Herbstferien und somit möchten viele verreisen, auch während der Pandemie. Doch auch das gestaltet sich innerhalb  Deutschlands ein bisschen schwierig, denn im Punkt "Beherbergungsverbot" konnten sich die einzelnen Länder nicht einigen. Jedes Bundesland kann also weiterhin selbst entscheiden, ob es ein solches Verbot ausspricht oder nicht. Doch es wird auch an die Bürger, die in Hotspots leben, appelliert. Sie werden aufgefordert, vermeidbare Reisen wie zum Beispiel ein Familienurlaub in die Berge nicht anzutreten.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann hat sich heute dazu offiziell geäußert. Die Beschlüsse treten in Kraft, sobald die Verordnung umgesetzt ist - und dann bis mindestens 8. November 2020.

 

 

Erstellt am 15.10.2020

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