Das passiert am bundesweiten Warntag am 10. September

Das passiert am bundesweiten Warntag am 10. September

Am 10. September findet der bundesweite Warntag statt, bei dem das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS) getestet werden soll. Dabei wird über zahlreiche Kanäle eine fest vorgeschriebene Nachricht veröffentlicht. Um 11 Uhr wird die Warnmeldung dann bei vielen Radiosendern zu hören und bei vielen Fernsehsendern, Onlinemedien und auf städtischen Hinweistafeln, beispielsweise an Bahnhöfen, zu sehen sein, erklärte Michael Willms, Leiter des Referats Krisenmanagement im Innenministerium. Dennoch sind nicht automatisch alle Medien mit dabei, sondern nur solche, die mit dem Bund im Vorhinein eine Absprache getroffen haben. Außerdem werden in vielen Städten und Gemeinden Sirenen zu hören sein, die gleichzeitig mit der Warnmeldung ertönen. Die wichtigsten Fragen zum bundesweiten Warntag und darüber hinaus beantworten wir Euch hier. 

Warum gibt es den bundesweiten Warntag? 

Zum einen soll dabei die Funktionsweise des MoWaS getestet und, falls nötig, Abläufe verbessert werden. Zum anderen soll aber auch die Bevölkerung für solche Warnmeldungen im Katastrophenfall sensibilisiert werden. "Nur wer eine Warnung wahrnimmt und einordnen kann, der kann sich auch in Gefahrensituationen richtig verhalten und sich und seine Familie bestmöglich schützen", sagte Willms. Außerdem sollen den Bürgern durch die Informationskampagne Mittel an die Hand gegeben werden, solche Warnungen zu erhalten. Dazu gehört vor allem die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) des Bundes, die am Warntag ebenfalls per Push-Benachrichtigung auslöst. 

Wie läuft der Test ab? 

Um Punkt 11 Uhr wird das MoWaS ausgelöst, woraufhin an alle Verbreitungspartner die Aufforderung geschickt wird, eine Warnung herauszugeben. Es wird ein vorgeschriebener Text mitgeschickt, der entweder angezeigt oder vom Moderator vorgetragen wird. Außerdem ertönen in den meisten Kommunen Sirenen als Alarmsignal. Um 11:20 Uhr wird schließlich entwarnt und die Übung ist vorbei. Das wird ab diesem Jahr nach Beschluss von Bund und Ländern jährlich wiederholt. 

Was tun, wenn es wirklich zu einem Ernstfall kommt? 

Wie man sich im Ernstfall verhält, hängt natürlich immer von der bestehenden Gefahr ab. Michael Willms nimmt aber die Angst vor der Situation:  

Eine Warnung beinhaltet immer, was passiert ist, zum Beispiel austretender Brandrauch, Gefahrenstoffaustritt, Trinkwasserverunreinigung oder auch mal einen Bombenfund, wie sie [die Bürger] sich dann verhalten sollen, die Wohnung verlassen oder zum Beispiel das Trinkwasser abkochen und auch, bei Bedarf, wo sie dann weitere Informationen erhalten können, zum Beispiel im Radio, Fernsehen, über eine Bürgerhotline oder eine speziell geschaltete Internetseite.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt außerdem, immer genug Vorräte für zehn Tage zu Hause zu lagern. Die Vorbereitung auf Ernstfälle hat sogar eine gesamte Szene hervorgebracht, die sogenannten Prepper. Diese horten zum Teil Konservendosen und Wasser für mehrere Monate. 

Erstellt am 09.09.2020

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