Neue Eishalle oder Neckarwelle - Das haben die Stuttgarter entschieden!

Die Stuttgarter gestalten fleißig mit!

Ein neuer Straßenbelag? Mehr Geld für die Schulen und Kindergärten? Oder doch eine bessere Busverbindung für die Teilorte Stuttgarts? Wofür die Städte und Gemeinden ihr Geld ausgeben bleibt für den Bürger oft sehr undurchsichtig und abstrakt. Das soll der sogenannte "Bürgerhaushalt" ändern. Schon zum fünften Mal können Bürgerinnen und Bürger der Stadt Stuttgart mitbestimmen, wie der Haushaltsplan im Jahr 2020/21 aussehen soll.

Die öffentliche Bürgerbeteiligungsphase ist nun offiziell vorbei. Vom 29. 01. 2019 bis zum 18. 02. 2019 konnten die Stuttgarter ihre Stimme für Ihr Wunschprojekt abgeben. Insgesamt haben 40.620 Einwohner über 3.735 Vorschläge abgestimmt. Die Vorschläge wurden zuvor zusammengefasst - jetzt konnten die Bürger entscheiden, welche ihnen am besten gefallen. 

In der TOP 130 liegen die Schwerpunkte in den Bereichen öffentlicher Nahverkehr, Sport und Bäder, Grünflächen, Wald und Friedhof. 
Im öffentlichen Nahverkehr forderten die Bürger billigere Ticketpreise und bessere Verkehrsverbindungen. Bei den Bädern und in Sachen Sport sollten sich die Öffnungszeiten der öffentlichen Bäder verbessern und die bestehenden Hallenbäder erhalten bleiben. 
Mit Abstand am meisten Stimmen erhielt die Neckarwelle. 4.445 stimmten für das Projekt "Die Neckarwelle - Surfen mitten in Stuttgart". Für den Erhalt der Bernsteinwiese in Heumaden stimmten 3.378 Stuttgarter und mit 3.189 Stimmen wurde für den Bau einer weiteren Eishalle gestimmt. 

Jetzt muss sich der Gemeinderat mit den TOP 130 befassen und in die Haushaltsdiskussion für das Jahr 2020/2021 integrieren. Er entscheidet dann, welche Projekte in den städtischen Haushalt aufgenommen werden sollen. Darunter können aber auch Vorschläge sein, die es nicht in die TOP-Vorschläge geschafft haben. 

  Hier kannst Du alle Vorschläge nachlesen!
Neue Eishalle oder Neckarwelle - Das haben die Stuttgarter entschieden!

Stuttgart will surfen! Mit dem Vorbild der Eisbachwelle in München hat sich der Neckarwellen e.V. gegründet.
Neuste Technik soll in Zukunft das Surfen auf dem Neckar ermöglichen. Jeder, egal ob  Anfänger oder Profi, soll in Stuttgart surfen können oder es lernen können. Nachdem 2017 eine Machbarkeitsstudie bewilligt wurde, wurde intensiv geprüft, ob die Welle im Neckar realistisch ist oder nicht.
Die Umweltbelange, der Denkmalschutz, die Lärmemission, die Sicherheit und die Technische Machbarkeit wurde geprüft und entschieden, dass sie in einem Neckarseitenkanal in Untertürkheim technisch machbar wäre. Außerdem würde sie das Angebot des "Erlebnisraum Neckar" erweitern und könnte ein neues sympathisches Wahrzeichen für Stuttgart werden. Dem steht jedoch noch die Wasserqualität des Neckars entgegen: diese ist laut der Stadt einfach zu schlecht für Aktivitäten im Wasser. Deshalb wurde das Projekt vor kurzem erst mal gekippt - jetzt dürfte es aber erneut auf der Agenda des Gemeinderates auftauchen. Alle Infos zur Neckarwelle gibt's hier

Für das Wohngebiert "Über der Straße" in Heumaden ist die Bernsteinwiese die größte Erhohlungsfläche. Egal ob Spiel- oder Sonnwiese, die Bernsteinwiese wird rege genutzt. Sie ist aber leider vor Bebauung nicht sicher, denn in den 70ern wurde die Bebauung der Fläche erlaubt. 
Wenn sie erhalten bleibt, würde man einen Wildblumenstreifen für Insekten und Vögel anlegen und auch verschiedene Sportgeräte installieren. 

Sechs Vereine und tausende Besucher nutzen die Eishalle auf der Waldau regelmäßig. Abends können Anfänger und Hobby-Eisläufer bei der Eis Disco Spaß haben und tagsüber wird die Halle als Trainigsfeld für Eiskunstläufer oder Hockeyspieler verwendet.
Schulen und Kindergärten profitieren ebenfalls von der Halle.
Diese intensive Nutzung ist aber auch das Problem. Jede freie Minute der Halle ist verplant. Leistungssportler und Vereine drohen aus Stuttgart in andere Regionen auszuwandern. Stuttgart benötigt daher eine weitere Eishalle! Eine Fläche für einen potentielle Halle gibt es bereits. Jetzt soll sich die Stadt um die Planung und Realisierung einer neuen Halle kümmern. 

Erstellt am 18.04.2019

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