Anschlussfinanzierung für Ihre Immobilie

Anschlussfinanzierung für Ihre Immobilie - Vergleichen lohnt sich! 

Die Finanzierung der eigenen vier Wände muss langfristig geplant werden. Nicht selten wird die Hypothek während der gesamten Zeit der Berufstätigkeit abbezahlt, damit die Immobilie bei Erreichen des Ruhestandalters schuldenfrei ist. Gesamtlaufzeiten von mehr als 30 Jahren sind daher keine Seltenheit. Allerdings werden bei Abschluss des Darlehensvertrags die Zinsen nur für einen kürzeren Zeitraum festgeschrieben. Typisch sind etwa zehn Jahre, es kommen in der Praxis aber auch kürzere und längere Zinsfestschreibungen vor. Mit Ablauf der Zinsfestschreibung steht die Entscheidung über die Anschlussfinanzierung an. 

Anschlussfinanzierung für Ihre Immobilie

Verlängern oder eine neue Finanzierung suchen?

Mit Ablauf der Zinsfestschreibung können Sie frei entscheiden, ob Sie ein Anschlussangebot Ihrer Bank annehmen oder sich für einen anderen Baufinanzierer entscheiden. Das eröffnet Ihnen die Möglichkeit, mehrere Angebote einzuholen – was Sie auch in jedem Fall tun sollten! Vermutlich haben Sie schon Online-Preisvergleiche für Autos, Reisen, Versicherungen und vieles andere durchgeführt. Auch für Anschlussfinanzierungen sollten Sie dies tun.

Ein Forward Darlehen sorgt für Planungssicherheit

Wenn Sie Wert auf größte Planungssicherheit legen, sollten Sie auch ein Forward Darlehen in Betracht ziehen. Mit diesem Instrument können Sie schon mehrere Jahre vor Ablauf der Zinsbindung eine Anschlussfinanzierung zu den derzeit günstigen Konditionen abschließen. Die Banken verlangen allerdings für jeden Monat Vorlaufzeit einen minimalen Zinsaufschlag von typischerweise etwa 0,01 Prozent. Wenn Sie damit rechnen, dass die Zinsen in Zukunft steigen, kommt ein Forward Darlehen dennoch infrage. 

 

Anschlussfinanzierung für Ihre Immobilie

Notwendige Schritte bei einem Anbieterwechsel

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Wechsel des Anbieters ein wenig Aufwand mit sich bringt. Zunächst ist hier der bürokratische Aufwand zu nennen. Der neue Anbieter wird eine eigene Bonitätsprüfung durchführen und die dafür erforderlichen Unterlagen von Ihnen anfordern. Daneben fallen auch Kosten an, die allerdings so gering sind, dass sie Ihre Entscheidung nicht beeinflussen sollten. Das betrifft zunächst die Abschluss- und vielleicht auch Vermittlungskosten der neuen Finanzierung. Daneben muss bei einem Anbieterwechsel auch der Grundbucheintrag geändert werden, wofür Gebühren und Notarkosten anfallen. Verglichen mit den erzielbaren Zinseinsparungen sind diese Posten jedoch nahezu vernachlässigbar. 

Planen Sie die Anschlussfinanzierung frühzeitig

Spätestens zwei Monate vor dem Ablauf der Zinsbindung wird Ihnen Ihre Hausbank ein Anschlussangebot unterbreiten. Viel Zeit bleibt dann nicht mehr, weswegen Sie schon vorher Vergleichsangebote einholen sollten. Online-Portale wie baufi24.de vereinfachen das Einholen mehrerer Angebot erheblich, indem sie das bewährte Konzept der Vergleichsportale auf den Bereich der Baufinanzierungen übertragen und dies mit individuellen Beratungsangeboten kombinieren. Nur wer sich vorab einen Überblick über die marktüblichen Zinsen verschafft hat, kann effektiv mit seiner Hausbank verhandeln.

Lassen Sie sich nicht täuschen!

Wenn bei Ihnen aktuell eine Anschlussfinanzierung ansteht, dürfen Sie im Regelfall davon ausgehen, dass Ihnen die Hausbank ein verbessertes Angebot mit niedrigeren Zinsen für die Anschlussfinanzierung unterbreitet. Die Bank wird dies als ein Entgegenkommen gegenüber langjährigen Kunden darzustellen versuchen, aber die Wahrheit sieht ein wenig anders aus: Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank ist das Zinsniveau heute deutlich niedriger als zum Zeitpunkt des Abschusses der Finanzierung. Banken müssen inzwischen sogar Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Wenn Sie Ihrer Bank als zuverlässiger Kreditnehmer bekannt sind, hat sie daher ein hohes Eigeninteresse, Ihnen weiterhin Geld zu leihen. Wenn Ihre Hausbank Ihnen beispielsweise eine Anschlussfinanzierung zu 5,5 Prozent statt bisher 6,5 Prozent anbietet, erscheint dies zunächst als ein gutes Angebot. Ob es sich wirklich um ein gutes Angebot handelt, wissen Sie aber erst, wenn Sie einen Angebotsvergleich zu aktuellen Konditionen durchgeführt haben. 

 

Was ist ausser dem Zinssatz noch wichtig?

Beim Vergleich mehrerer Angebote sind neben dem Zinssatz auch andere Details zu beachten. Wichtig ist beispielsweise die Dauer der Zinsfestschreibung. Angesichts des gegenwärtig niedrigen Zinsniveaus lohnt sich aktuell meist eine längere Festschreibung der Zinsen. Daneben sollten Sie darauf achten, möglichst flexibel zu bleiben. Ein wichtiges Instrument dazu sind Sondertilgungen. Diese erlauben es, Teile des Darlehens vorzeitig abzulösen, wenn Sie beispielsweise durch eine Erbschaft plötzlich über zusätzliche Mittel verfügen. Achten Sie also darauf, was die Vertragsbedingungen der verschiedenen Anbieter dazu vorsehen. Eine weitere Möglichkeit der Flexibilisierung ist die Anpassung des Tilgungsanteils an geänderte Einkommensverhältnisse.